Bundesweiter Bahnstreik in Deutschland ab Mittwoch

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Züge werden wieder stillstehen
Züge werden wieder stillstehen
Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich am Mittwoch wieder auf einen bundesweiten Streik der Lokführer einstellen. Im festgefahrenen Tarifkonflikt rief die Lokführergewerkschaft GDL ihre Mitglieder am Dienstagabend zu einem flächendeckenden 14-stündigen Ausstand auf – von 14.00 Uhr am Mittwoch bis 4.00 Uhr früh am Donnerstag. Der Streik dürfte zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen führen.

Erfahrungsgemäß sind auch nach dem Ende des Streiks noch erhebliche Einschränkungen möglich. Betroffen sind der Fern- und Regionalverkehr ebenso wie S-Bahnen und der Güterverkehr.

Erster Warnstreik hatte große Auswirkungen

Erst in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche hatte ein neunstündiger Streik den Bahnverkehr gelähmt und auch tagsüber noch zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen geführt. Bei dem neunstündigen Streik mussten zehntausende Reisende umplanen, 2.500 Nahverkehrszüge fielen aus, 160 Güterzüge blieben stehen.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten die Lokführer bereits dreimal ihre Arbeit niedergelegt – zuletzt in der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche.

Mehr Geld für weniger Arbeit gefordert

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Geld und eine zwei Stunden kürzere Wochenarbeitszeit. Die Lokführergewerkschaft will auch für Zugbegleiter, Bordgastronomen sowie Disponenten verhandeln, die in den Leitzentralen Züge und Personal koordinieren. Dabei rivalisiert sie mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Die Bahn will aber konkurrierende Tarifverträge verhindern, deshalb scheiterten bisher die Verhandlungen.

DB: Streik völlig unverständlich

Die Deutsche Bahn hat den für Mittwoch angekündigten Lokführerstreik als völlig unverständlich kritisiert. Der Streik bringe beide Seiten in der Sache nicht weiter, teilte der Konzern mit. “Die GDL sollte verhandeln statt streiken.” Abermals wies die Bahn den Vorwurf zurück, sie wolle mit den Lokführern nicht über Inhalte verhandeln. “Es ist angesichts der Liste von Angeboten und Vorschlägen schon ein starkes Stück zu behaupten, die DB wolle nicht über Inhalte sprechen”, teilte eine Sprecherin mit. “Die GDL weiß genau, dass das Gegenteil der Fall ist.”

Was müsst ihr beachten?

Beim Streik in der vergangenen Woche waren nicht nur Fernzüge, sondern auch u.a. die S-Bahn in München betroffen. Sobald Informationen vorliegen, wird die Bahn sie auf ihrer Website zu aktuellen Fahrplanänderungen im Fernverkehr veröffentlichen. Die Deutsche Bahn versucht bei Streiks mehrere hundert Mitarbeiter zusätzlich einzusetzen, vor allem beim Service-Personal in den Bahnhöfen und bei der Reisendeninformation.

Service-Hotline geschaltet

Fahrgäste können in Streikfällen hier aktuelle Informationen zur Verkehrslage bei der Deutschen Bahn erhalten oder durch Anruf bei der kostenpflichtigen Service-Nummer (nur von Deutschland aus erreichbar) 0180-6996633. Zusätzlich schaltet die Bahn zeitweise eine kostenlose Service-Hotline 08000-996633 frei. (SALZBURG24/APA)

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