Busticket-Preisanpassung: Wo es teurer wird und wo nicht

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Busticket-Preisanpassung: Wo es teurer wird und wo nicht
Die Einzeltickets für Obus und Co werden mit ersten Juli teurer. Jahrestickets und einzelne Angebote werden aber günstiger. Ein Überblick.

Öffi-Fahrer müssen ab 1. Juli tiefer in die Tasche greifen. Um 1,7 Prozent steigen die Ticketpreise dann im Land Salzburg durchschnittlich an, wie Hubert Nöckler von Salzburger Verkehrsverbund (SVV) gegenüber SALZBURG24 bestätigt. In der Stadt sind es zwei Prozent. Zum Vergleich: Die Inflation betrug heuer bisher zwei Prozent, im Vorjahr waren es 0,9 Prozent.

Konkret bedeutet das: Eine Einzelfahrt für den Obus wird im Vorverkauf um zehn Cent teurer und kostet dann 1,90 Euro. Wer beim Lenker zahlt, muss 2,60 Euro aus dem Börserl kratzen. Auch 24-Stunden-, Wochen- und Monatskarten werden teurer.

Öffi-Preise: Manche Angebote werden günstiger

Es stehen auch Vergünstigungen an. Eine Bus-Jahreskarte (Cityticket) wird künftig um 365 statt um 379 Euro zu haben sein. Billiger wird es auch für den Lungau: In die Stadt Salzburg kostet es von dort künftig nur mehr 29 statt 36,40 Euro. Gleich viel wie im Vorjahr kostet etwa die Super S’cools Card.

Wir geben euch einen Überblick über die Preisänderungen (In Klammer die Preise des Vorjahres):

  • Einzelticket Vorverkauf: 1,90 Euro (1,80)
  • Einzelticket im Bus: 2,60 Euro (2,50)
  • 24-Stundenkarte: 3,80 Euro (3,70)
  • Wochenkarte Kernzone: 16 Euro (15,50)
  • Monatskarte Kernzone: 53,90 Euro (52,90)
  • Studentcard Kernzone: 125 Euro (121 Euro)
  • Studentcard Kernzone: 125 Euro (121)
  • Studentcard 3 Zonen (etwa bis Puch): 129 Euro (129)
  • Super S’cools Card: 96 Euro (96)
  • Bus-Jahreskarte: 365 Euro (379)
  • Strecke Tamsweg-Salzburg: 29 Euro (36,40)

So kommt die Preiserhöhung zustande

Man habe versucht, die Preiserhöhungen so moderat wie möglich zu gestalten, heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) gegenüber S24. Der Anstieg setze sich im Wesentlichen aus zwei Faktoren zusammen, so Nöckler vom SVV: Einerseits durch gestiegene Betriebskosten, vor allem wegen teureren Diesels. Andererseits durch höhere Personalkosten, die etwa zwei Drittel der Aufwände ausmachen.

Die Preiserhöhung werde im sogenannten Lenkungskreis beschlossen, erklärt Nöckler. Dort stehen Vertreter der Verkehrsbetriebe (ÖBB, Salzburg AG, Albus, Postbus und SVV) Politikern von Stadt und Land Salzburg gegenüber, für das Land ist Hans Mayr dabei. Auch Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) würde als Aufsichtsratmitglied bei der Salzburg AG seine Wünsche einbringen, heißt es weiter.

“So schafft man keinen Öffi-Umstieg”

Kritik an der Erhöhung kommt von den Neos. “Mit jährlichen Preiserhöhungen schafft man keinen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr. Wenn Öffis schon sündhaft teuer sind, dann müssten sie wenigstens pünktlich, komfortabel, schnell und flexibel sein. Aber in der Stadt sind die Öffis nichts von alledem“, teilt Neos-Gemeinderat Lukas Rösslhuber per Aussendung mit. Er will am Donnerstag einen Antrag an Bürgermeister Schaden stellen. Dieser solle nochmals das Gespräch mit allen Beteiligten suchen und eine Preissenkung durchsetzen.

 

 

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