Cannabis-Legalisierung in Salzburg: Reaktionen auf den Aprilscherz

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Cannabis-Legalisierung in Salzburg: Reaktionen auf den Aprilscherz
© So äußerte sich Hans Söllner./Facebook/Screenshot
Salzburg will als erstes Bundesland in Österreich Cannabis legalisieren: Diese Meldung schlug am frühen Morgen des 1. April ein wie eine Bombe. Natürlich, es war ein Aprilscherz. Die meisten Leser fanden das unterhaltsam. Trafikanten meldeten sich, um zur Cannabis-Vertriebsstelle zu werden. Und sogar Hans Söllner meldete sich auf den Artikel hin zu Wort.

Für wen Sätze wie „Cannabis in Salzburg straffrei“ und „erster Coffeeshop eröffnet im September“ zu gut geklungen haben, der sollte Recht behalten. Natürlich kann das Land Salzburg „Legalize“ nicht im Alleingang machen, das ist immer noch Bundessache. Die meisten User haben den Gag schnell enttarnt und sich trotzdem am fiktiven Gedanken belustigt, dass bald legal gekifft wird – und Salzburg das im Alleingang durchzieht.

Cannabis-Geschichte schlägt Wellen

„Endlich mal ne gute Nachricht“, so eine Facebook-Userin zu der Geschichte. „Sorgt lieber dafür, dass es wieder erlaubt ist, Bier während der Arbeit zu trinken“, schlägt ein weiterer User gleich eine Erweiterung vor. „Da dürften manche Entscheidungen beim Probekiffen gefallen sein“, heißt es an anderer Stelle. SALZBURG24 enthält sich der Antwort darauf.

 

Eine Demo zur Legalisierung in Berlin./APA/epa/Jensen Eine Demo zur Legalisierung in Berlin. Auch in Österreich läuft eine Initiative./APA/epa/Jensen ©

Geschmacklos und traurig?

Doch es gab auch Kritik zum Thema: Es sei traurig, über ein so ernstes Thema Scherze zu machen, heißt es an einer Stelle, geschmacklos an einer anderen. Eine Mutter meldet sich per Kommentar zu Wort, Scherze über Drogenkonsum gehen ihr zu weit. Auch generelle Medienkritik kommt: Die Glaubwürdigkeit der Medien sei ohnehin fragwürdig, kein Medium könne sich solche Scherze leisten.

Legalize: Trafikanten wären erfreut

Mit Freude wurde das Thema von den Trafikanten aufgenommen. Dort sei das ein willkommener Ersatz für das schwindende Geschäft, meinte Hanf-Institut-Obmann Toni Straka im Gespräch mit SALZBURG24. Zwei Trafikanten aus Salzburg haben sich gleich bei ihm gemeldet und Interesse bekundet. Wenn Cannabis-Verkauf, dann in Trafiken, so der Trafikantenvorsitzende Josef Prirschl (ÖVP) in einem Interview mit der Gratiszeitung Heute.

Söllner: „Fast drauf reingefallen“

Auch Hans Söllner, Musiker und beliebter Diskussionspartner zum Legalisierungsthema, wäre fast auf die Geschichte reingefallen. Gut, dass man solche Scherze machen dürfe, so der 59-Jährige.

 

So äußerte sich Hans Söllner./Facebook/Screenshot So äußerte sich Hans Söllner./Facebook/Screenshot ©

SALZBURG24 steht zum Aprilscherz

Die zahllosen Kommentare auf unserer Seite und auf Facebook, sowie der vielen Anrufe und Emails zeigen uns, wie sehr das Thema die Menschen beschäftigt, und wie sehr darüber (auch emotional) diskutiert wird. Wir von SALZBURG24 stehen zu diesem Scherz. Zum einen, weil die Welt ernst genug ist. Zum anderen, weil Diskussionen, die daraus entstehen, schließlich auch zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema führen. SALZBURG24 bleibt ernsthaft an dem – vor allem für Schmerzpatienten  – wichtigen Thema dran und werden in einem folgenden Bericht die Situation einer Schmerzpatientin in Salzburg näher beleuchten.

(SALZBURG24)

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