Carina Edlinger: “Mein größter Traum wurde wahr”

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Die Fuschler Langläuferin Carina Edlinger krönte ihre bisherige Sportlerkarriere bei den Paralympischen Winterspielen in Südkorea mit einer Bronzemedaille über 7,5 Kilometer im klassischen Stil für sehbehinderte Sportler. Am Freitagabend wurde sie in ihrer Heimatgemeinde Fuschl (Flachgau) empfangen. Im Zuge der Feier sprach sie über ihren Erfolg und schwere Zeiten.

Für Carina Edlinger ging in Südkorea im Zeichen der Olympischen Ringe ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. “Es war immer mein allergrößter Traum, einmal bei den Spielen dabei zu sein. Ich hätte mir das niemals gedacht, dass ich so weit kommen könnte”, wird die 19-jährige Sportlerin in einer Aussendung des Landes Salzburg zitiert.

Fuschl feiert die Edlinger-Geschwister

Fuschl war am Freiag aufgrund der Medaille, die in Bronze glänzt, in Feierlaune. “Wir sind stolz auf Carina und ihren Bruder. Was sie sportlich geleistet haben ist einzigartig”, freut sich Bürgermeister Franz Vogl mit dem Geschwisterpaar.

Carina Edlinger besucht derzeit die Ski-Akademie Schladming und bereitet sich parallel zum intensiven Training auf die Matura vor. Sie ist aufgrund eines Gendefektes stark sehbehindert. Alleine Rennen zu bestreiten, wäre für sie, mit inzwischen nur mehr zwei Prozent Sehkraft, gar nicht möglich. “Es ist schon ein Stück Freiheit, die ich dadurch verloren habe, weil ich, je schlechter ich gesehen habe, immer mehr aufgeben musste. Ich verabschiedete mich von Dingen, die für andere selbstverständlich und alltäglich sind. Jetzt bin ich froh, dass ich meinen Bruder habe, der mich bei meinem Sport so unterstützt und mir sagt, wo ich lang laufen muss,” schildert Edlinger.

Fröhliche Edlinger vs. schweren Zeiten

Seit zwei Jahren trainiert Carina Edlinger gemeinsam mit ihrem Bruder Julian, der sie mit Hinweisen sicher immer ans Ziel führt. Er ist für die technischen Details und die Organisation zuständig. Das Erfolgsrezept ist ihr unermüdlicher Ehrgeiz, den die Salzburgerin auch in schweren Zeiten nie aufgegeben hat. “Man sieht mich meistens als fröhlichen Menschen, aber es schaut bei mir oft anders aus. Ich habe schwere Zeiten hinter mir. Vor vier Jahren habe ich in nur einem Monat zwanzig Prozent an Sehkraft verloren. Das hat mich aus der Bahn geworfen”, erzählt Edlinger.

Die persönliche Geschichte und der Sporteifer der jungen Athletin imponiert Sportlandesrätin Martina Berthold: “Die große Erfolgsgeschichte von Carina und Julian Edlinger berührt mich sehr. Wie Carina ihre herausfordernde Lebenssituation meistert und was die beiden im Langlaufsport bisher geleistet haben, ist wirklich einzigartig”, betont Berthold.

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