40 syrische Flüchtlinge kommen in Mülln unter

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Setzen sich gemeinsam für die Unterbringung syrischer Kriegsflüchtlinge ein (im Bild v.l.n.r.): LH Wilfried Hauslauer, LR Martina Berthold, Erzbischof Franz Lackner, Caritas Direktor Johannes Dines und Bgm. Heinz Schaden.
Setzen sich gemeinsam für die Unterbringung syrischer Kriegsflüchtlinge ein (im Bild v.l.n.r.): LH Wilfried Hauslauer, LR Martina Berthold, Erzbischof Franz Lackner, Caritas Direktor Johannes Dines und Bgm. Heinz Schaden. - © Wild & Team/Caritas Salzburg
Im Moment sind 15 syrische Flüchtlinge in der ehemaligen Landespflegeanstalt im Salzburger Stadtteil Mülln einquartiert. In naher Zukunft sollen dort insgesamt 40 Personen untergebracht werden.

Das Selbstversorgerquartier wird im Auftrag des Landes Salzburg und mit Unterstützung der Erzdiözese Salzburg in Betrieb genommen. Die Caritas wird das Quartier führen und sich mit ihren Mitarbeitern um die syrischen BewohnerInnen kümmern. Unter Mithilfe von Freiwilligen soll eine gute Versorgung und rasche Integration dieser Menschen erreicht werden.

Syrische Flüchtlinge nach Mülln

Caritas Direktor Johannes Dines: „Es ist unsere humanitäre Pflicht, Menschen, die vor Krieg, Tod und Terror geflohen sind bei uns aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass sie ein Leben in Sicherheit führen können. Geben wir den syrischen Flüchtlingen das Gefühl, bei uns willkommen zu sein“.

Mit September 2014 sind bereits mehr als 3,2 Millionen Menschen aus Syrien geflohen. Damit hat sich der Syrien-Konflikt zur größten Flüchtlingsbewegung weltweit entwickelt. Der Großteil der Flüchtlinge befindet sich im Libanon (mehr als 1,19 Millionen Menschen), gefolgt von der Türkei (mehr als 1 Million) und Jordanien (mehr als 619.000 Menschen) (Quelle: UNHCR).

Haslauer: „Verpflichtungen erfüllen“

„Es ist unser klares gemeinsames Ziel, dass Salzburg angesichts der dramatischen Ereignisse, insbesondere im Nahen Osten, seinen Beitrag zur Unterbringen von Flüchtlingen leistet. Das bedeutet, dass Salzburg bis Jahresende 100 Prozent der entsprechenden Quote erfüllen möchte. Ich appelliere an alle Kommunen, ihre Möglichkeiten zu prüfen, damit wir gemeinsam unseren humanitären Verpflichtungen nachkommen können“, sagte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Zum konkreten Quartier in der Landespflegeanstalt meinte der Landeshauptmann, dass es sich um ein gutes Beispiel für die Flexibilität und das Verantwortungsbewusstsein der Kirche handle, ihre ursprünglichen Pläne für das Gebäude zu verschieben und bis zu 40 Flüchtlinge aufzunehmen. „Die Kirche ist ein ganz wichtiger Partner des Landes in diesen Fragen. Dass im Vorfeld des Projektes bereits der Pfarrgemeinderat Mülln eingebunden wurde und auch die Anrainer entsprechend informiert wurden, ist vorbildhaft und spricht für den Caritasverband Salzburg als vertraglichen Betreiber“, so Landeshauptmann weiter.

Schaden begrüßt Entscheidung

Im neuen Quartier in der Müllner Hauptstraße 6 erhalten 40 Personen, davon Familien mit Kindern, aber auch Einzelpersonen Grundversorgung: Das bedeutet die Unterbringung in einer organisierten Unterkunft, angemessene Verpflegung, notwendige Bekleidung (in Form von Gutscheinen) sowie eine gesetzliche Krankenversicherung. Auch Bürgermeister Heinz Schaden zeigte sich zufrieden: „Als wohlhabende Stadt sehe ich es als unsere Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Entscheidung der Caritas in Mülln 40 Syrienflüchtlinge unterzubringen ist daher beispielhaft und sehr zu begrüßen“, so Schaden.

Für die Unterbringung der syrischen Kriegsflüchtlinge bittet die Caritas Salzburg dringend um Sachspenden, die Sie aus beigefügter Liste entnehmen können. Des Weiteren werden dringend provisorische Lagermöglichkeiten für die diverse Sachspenden benötigt.

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