Carter-Anwalt reichte beim CAS Protest ein

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Carter will seine Medaille zurück
Carter will seine Medaille zurück - © APA (AFP)
Der jamaikanische Sprinter Nesta Carter hat Protest beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen die Aberkennung seiner Staffel-Olympiagoldmedaille 2008 durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingereicht. Dies bestätigte sein Anwalt Stuart Simpson am Mittwoch. “Die entsprechenden Dokumente wurden heute elektronisch übermittelt”, sagte Simpson.

Gleichzeitig kündigte er an, dass sie auch auf dem Postweg per Kurierdienst zum CAS nach Lausanne geschickt würden. “Wir haben alle entsprechenden Gebühren für den Einspruch bezahlt und die Fristen eingehalten”, betonte Simpson.

Carter hatte mit der 4×100-m-Staffel um Superstar Usain Bolt Gold bei den Sommerspielen 2008 in Peking geholt. Im Zuge der Nachtests wurde der mittlerweile 31-Jährige aber positiv auf das verbotene Stimulanzmittel Methylhexanamin getestet. Deshalb verfügte die IOC-Disziplinarkommission am 25. Jänner dieses Jahres, die gesamte jamaikanische Sprintstaffel nachträglich zu disqualifizieren.

Carters Protest wurde vier Tage nach seinem Antreten beim Meeting in Montego eingereicht. Zuvor hatte der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) dem 100-m-WM-Dritten von 2013 die Starterlaubnis erteilt. Methylhexanamin ist erst seit 2010 von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) namentlich verboten worden. Davor zählte es jedoch bereits als dopingrelavante Verbindung zur Gruppe der Stimulanzien, weshalb schon 2009 erste Sperren beim Nachweis verhängt wurden.

(APA/ag.)

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