Causa Germania: Udo Landbauer legt alle politischen Funktionen zurück

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Landbauer wird nun doch nicht Landesrat.
Landbauer wird nun doch nicht Landesrat. - © APA/HELMUT FOHRINGER
Udo Landbauer (FPÖ) hat am Donnerstagnachmittag bekanntgegeben, dass er alle politischen Funktionen zurücklegt.

Er werde nicht nur sein am vergangenen Sonntag erreichtes Landtagsmandat nicht annehmen, sondern auch als Stadtrat in Wiener Neustadt gehen. Der Schritt erfolgt im Zusammenhang mit der NS-Liedgut-Affäre bei der Burschenschaft Germania, der Landbauer angehört hat.

Landbauer: Auch FPÖ-Mitgliedschaft ruhend gestellt

Seine Mitgliedschaft in der FPÖ hat der 31-Jährige ruhend gestellt. Selbiges tat er zuvor schon bei der Burschenschaft. Landbauer trat nach seinem Statement am Donnerstagnachmittag einen Urlaub an.

Strache kommentiert Landbauer-Rücktritt

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat dem niederösterreichischen Spitzenkandidaten Udo Landbauer nach dessen Rücktritt Respekt gezollt. Landbauer halte damit Schaden von der FPÖ ab, erklärte der Vizekanzler in einer Aussendung. Gleichzeitig sprach sich Strache gegen eine “pauschale Diffamierung und Hetze gegen Couleur- und Waffenstudenten und Burschenschaften” aus.

Landbauer zeigt laut Strache Charakter

“Ich nehme die heutige Entscheidung Udo Landbauers, sein Amt als Stadtrat zurückzulegen, das Landtagsmandat nicht anzunehmen und alle FPÖ-Funktionen und seine FPÖ-Mitgliedschaft bis zur endgültigen Klärung seiner Unschuld ruhend zu melden, mit großem Respekt und menschlicher Anerkennung zur Kenntnis”, sagte Strache laut Aussendung. Landbauer zeige mit diesem Schritt Charakter, er wolle “nach all den medialen Vorverurteilungen” Schaden von der FPÖ abhalten und seine persönliche Unschuld beweisen, so Strache.

Kurz: “Richtige Konsequenzen”

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) begrüßt im Skandal um ein NS-verherrlichendes Liederbuch den Rücktritt des niederösterreichischen Freiheitlichen Udo Landbauer: “Ich anerkenne die Entscheidung von Vizekanzler Heinz Christian Strache und der FPÖ. Mit seinem Rückzug aus allen politischen Funktionen zieht Udo Landbauer die richtigen Konsequenzen”, meinte Kurz am Donnerstag zur APA.

(APA)

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