Karl-Heinz Marent weist die Vorwürfe vehement zurück. - © VN Wie berichtet hatte Marent nach dem Tod einer Bregenzerin im Jahr 2009 ein Vermögen von rund 800.000 Euro geerbt. Die Testamente, die der Erbschaft zugrunde liegen, wurden ein bzw. zwei Monate vor dem Tod der Frau verfasst. Eines setzte die Erblasserin selbst auf, das andere soll sie Marent, ihrem langjährigen Bekannten, diktiert haben. In beiden Dokumenten scheint der Richter im Ruhestand als Alleinerbe auf.
Ins Rollen kam der Testamentsfall im Zuge eines (noch anhängigen) Zivilprozesses vor dem Landesgericht Feldkirch. Die früheren Betreuer der Verstorbenen, die von Marent 60.000 Euro für ihren Pflegeaufwand fordern, äußerten Zweifel an der Echtheit der letztwilligen Verfügung. Die zuständige Richterin leitete das Testament daraufhin an die Strafbehörde weiter. Marent wiederum zeigte die Betreuer wegen Verleumdung an.