Chaos vor Schlussrunde

Von VN/Armin Malojer
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Der EHC Bregenzerwald gibt im Messestadion gegen die Bulldogs seine Abschiedsvorstellung, die VEU (r. Bernd Schmidle) braucht in Innsbruck einen Sieg, um Platz vier abzusichern – wahrscheinlich wird Dunaujvaros aber ohnehin aus dem Bewerb genommen! Der EHC Bregenzerwald gibt im Messestadion gegen die Bulldogs seine Abschiedsvorstellung, die VEU (r. Bernd Schmidle) braucht in Innsbruck einen Sieg, um Platz vier abzusichern – wahrscheinlich wird Dunaujvaros aber ohnehin aus dem Bewerb genommen! - © VOL.AT/Bernd Hofmeister
Dornbirn und Feldkirch kämpfen um die letzten Positionen – Dunaujvaros darf laut Bestimmungen nicht im Play-off mitspielen!

Eigentlich waren die Positionen vor der letzten Runde des Nationalliga-Grunddurchgangs bezogen: Graz ist fix Erster, dahinter könnte es zwischen Innsbruck, Dornbirn, Feldkirch und Dunaujvaros noch Rochaden geben, auch das Rennen um den letzten Play-off-Startplatz, Rang acht, ist zwischen Kapfenberg und Wien offen.

Innsbruck braucht im Westderby gegen die FBI VEU Feldkirch einen Punkt, um Rang zwei zu fixieren. Der Meister benötigt dagegen einen Sieg, um den Heimvorteil in der ersten Play-off-Runde gegen Dunaujvaros abzusichern – die Ungarn sind mit einem 11:2-Sieg gegen Linz vorbeigezogen und haben im direkten Duell mit Feldkirch die Nase vorn! Der EC hagn_leone Dornbirn schließlich hat mit einem Heimerfolg gegen den Bregenzerwald Rang zwei im Visier – dafür wäre aber VEU-Schützenhilfe in Form eines Sieges in Innsbruck nötig.

Paragraph 2, Nummer 18

Einen Tag vor dem großen Showdown platzte aber eine Bombe, die alle Rechnereien ad absurdum führt: Beim Studium der „Durchführungsbestimmungen der österreichischen Meisterschaften für das Spieljahr 2011/12“ entdeckte ein Feldkircher Funktionär unter Paragraph 2, Nummer 18, folgende Bestimmung: „Nicht aus Österreich stammende Vereine bzw. Vereine mit einer Ausnahmegenehmigung, die in einer vom ÖEHV ausgeschriebenen Meisterschaft teilnehmen, haben keine Möglichkeit, direkt um den Titel eines österreichischen Meisters mitzuspielen. Dementsprechend werden diese Vereine vor Beginn des Play-offs bzw. der Meisterrunde und im Falle einer Platzierung für die in Frage kommenden Positionen durch einen bzw. mehrere nächstplatzierte österreichische Vereine ersetzt und bestreiten den weiteren Meisterschaftsverlauf in der unteren Gruppe bzw. in der Platzierungsrunde.“

Die Klausel im nächsten Satz: „Für die Meisterschaft der Erste Bank Eishockey Liga hat die jeweils gültige ÖEHV/EBEL-Vereinbarung Gültigkeit“ wurde für die Nationalliga vergessen – und damit kommt Paragraph 2, Nummer 18 aller Wahrscheinlichkeit nach zum Tragen.

Dunaujvaros ist raus…

Im Klartext müsste der österreichische Eishockeyverband, dessen Wettspielreferent Peter Schramm auf einer Kreuzfahrt vor Casablanca unterwegs ist, heute so entscheiden: Der ungarische Vertreter Dunaujvaros darf nicht am Play-off teilnehmen, andernfalls sind juristische Streitereien mit den österreichischen Klubs vorprogrammiert. Für die VEU spielt das eine große Rolle: Statt der Reise nach Ungarn wartet in dem Fall am Samstag das Heim-Derby gegen Lustenau auf die Lampert-Truppe!



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