Comeback von US-Star Bode Miller immer unwahrscheinlicher

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Der US-Star hat mittlerweile andere Prioritäten
Der US-Star hat mittlerweile andere Prioritäten - © APA (AFP/GETTY)
Eine Rückkehr von US-Skistar Bode Miller in den Skirennsport wird immer unwahrscheinlicher. Der sechsfache Olympia-Medaillengewinner aus den USA wird im November zum bereits vierten Mal Vater, zudem hat der bald 39-jährige Amerikaner seine Geschäftsbeziehungen intensiv ausgeweitet.

“Wir haben es (ein Comeback, Anm.) nicht wirklich ins Auge gefasst, es ist aber auch nicht an der Spitze der Prioritätenliste”, sagte Miller in einem Interview mit “Womens Wear Daily”. Neben seiner Zusammenarbeit mit Bomber-Ski hat Miller mittlerweile Anteile an weiteren Wintersport-Unternehmen wie dem Bekleidungs-Start-Up “Aztech Mountain” erworben.

Letztes Skirennen im Februar 2015

Sein bis dato letztes Skirennen hat der von der US-Ostküste stammende Miller mit dem WM-Super-G im Februar 2015 in Beaver Creek bestritten. Dabei stürzte er und verletzte sich und kündigte danach eine komplette Saison-Auszeit an. Bei Skirennen tauchte er im vergangenen Winter nur als TV-Co-Kommentator auf. Zuletzt war vermutet worden, Miller könnte nach der langen Pause für ausgesuchte Klassiker wie Kitzbühel oder Wengen in den Weltcup zurückkehren, um Bomber-Ski zu präsentieren. Wirklich ausgeschlossen hatte Miller, der nach wie vor im A-Team des US-Skiverbandes aufscheint, bisher lediglich einen Olympia-Start 2018 in Südkorea.

From baby of the fam to big brother!

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Miller: “Gibt nichts, was ich noch beweisen muss”

Logistisch sei eine Teilnahme an Skirennen zwar weiterhin möglich, betonte er nun. Aufgrund seiner familiären Situation sehe er derzeit aber nicht, wie das funktionieren könne. “Wie immer packe ich zwanzig Pfund in eine Zehn-Pfund-Tasche…. Ich werde zum vierten Mal Vater und es gibt nichts, was ich im Sport noch beweisen muss”, fand der Gewinner von 33 Weltcuprennen und zweifache Gesamtsieger Worte, die relativ klar auf ein endgültiges Karriere-Ende schließen lassen.

Er liebe Rennfahren und die Herausforderung nach wie vor, betonte Miller. “Aber dann ist man eben auch einmal an einem Punkt, an dem man absolut glücklich damit ist, etwas anderes zu tun”, sagte er in dem Interview. Keine der Partner-Firmen würden ihn zwingen, wieder Skirennen zu fahren, betonte Miller.

Auch Tina Mazes Zukunft noch ungewiss

Während Millers US-Landsfrau Lindsey Vonn erst kürzlich neue Ziele definiert und vorrangig Siege statt den Gesamtweltcup anpeilen will, ist auch die Zukunft von Tina Maze nach wie vor ungewiss. Auch die slowenische Doppel-Olympiasiegerin hatte im Frühjahr 2015 verkündet, für ein Jahr aussetzen und danach über ihre Karriere entscheiden zu wollen. Diese Entscheidung ist nach wie vor ausständig.

(APA)

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