Das Dilemma mit den guten und schlechten Kohlenhydrate

Nudeln sollten wo selten wie möglich auf den Tisch kommen.
Nudeln sollten wo selten wie möglich auf den Tisch kommen. - © Bilderbox
Man kann sie wahrlich nicht alle über einen Kamm schären, die Kohlenhydrate, denn in der Wirkung auf unseren Körper unterscheiden sie sich erheblich. Schlecht für uns sind sie dann, wenn sie einen zu schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirken, der ebenfalls wieder sehr schnell in den Keller fällt. Hier gibt alle guten und schlechten Kohlenhydrate im praktischen Überblick für euch zusammengestellt.

Schlechte Kohlenhydrate geben uns einen kurzfristigen Leistungsschub, schnell gefolgt von einem Leistungstief und anhaltender Mattigkeit. Der Körper versucht sich schließlich damit zu helfen, dass er wieder nach Zucker giert, es folgt also eine Heißhunger-Attacke auf Süßigkeiten. Ausgelöst ist damit ein Teufelskreis. Dem kann aber jeder entkommen, wenn man sich auf gesunde Nahrungsmittel, insbesondere auch auf gesunde Kohlenhydrate, spezialisiert.

Basta Pizza e Pasta: Allgemein geht es um die möglichst konsequente Vermeidung von Weizenprodukten. Dass inzwischen viele Konsumenten genau darauf achten, hat die Nahrungsmittelindustrie sehr wohl erkannt und entsprechend reagiert. Darauf geht die Erfindung der gesünderen Vollkornpasta zurück, denn Nudeln sind als Pastaprodukt lediglich “leere Kohlenhydrate”. Zwar machen sie kurzfristig einigermaßen satt, aber der Appetit kommt mit Sicherheit schnell zurück.

Hände weg von Kartoffelchips: Denn sie lösen instant eine Sucht aus – sie sind absichtlich so gemacht. Wer einmal zugreift, greift immer wieder neu in die Tüte, ohne es zu realisieren. Das liegt an den verwendeten Fetten, die noch mit Zucker verstärkt sind. Lassen Sie sich auch nicht beirren von der Aufschrift “Gemüsechips”, sie sind alles andere als gesund. Geeigneter zum Knabbern beim Fernsehen sind ein paar unbehandelte Nüsse oder Reiswaffeln.

Kekse und Kuchen sind kaum besser: Denn beides besteht fast immer aus weißem Zucker und Weizenmehl. Das heißt aber auch, wer beim Backen auf genau diese beiden Zutaten verzichtet, stellt damit einen akzeptablen Kuchen her. Im Hinblick auf wohlschmeckende Kekse, die keinen Schaden anrichten, sollten Sie nach Rezepten für sogenannte “Low Carb Plätzchen” fragen.

Schokolade und Co. minimalisieren: Das ist nun wirklich schade, denn viele behaupten (zurecht), dass Schokolade glücklich macht. Deshalb erlauben wir mal ein Stückchen (besser Zartbitterschokolade), ganz heimlich, wenn es niemand sieht.

Semmel oder Schrippe?: Ganz egal, welchen tollen Namen wir den Brötchen, Schrippen, Semmeln oder Weckerl verpassen, sie sind und bleiben mit ihrem hohen Weißmehlanteil ungesund. Ihre pappige Innerei zeichnet sich durch maximalen Nährstoffmangel aus.

Salz- und Laugengebäck: Es heißt, es helfe bei Magen-Darm-Verstimmungen. Das wurde aber durch wissenschaftliche Studien längst widerlegt.

Raffinierter Zucker: Was weißer Zucker im Körper anrichtet, darauf wurde oben schon kurz eingegangen. Daher möchten wir an dieser Stelle auf alternative, pflanzliche Möglichkeiten des Süßens von Speisen hinweisen: Ahornsirup, Stevia, Honig oder Datteln.

Wer A sagt, muss auch B sagen

Daher stellen wir an dieser Stelle endlich ein paar Kohlenhydrate vor, die zu essen sogar empfehlenswert sind.

Bohnen: “Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen”, fällt fast jedem sofort dazu ein. Das ist aber nur dann richtig, wenn Sie außerdem viel Süßes essen. In Kombination führt beides zur Gasbildung (im Wesentlichen CO2) und damit zu den unbeliebten Blähungen.

Sojaprodukte: Sie stellen heute einen wichtigen Fleischersatz nicht nur für Vegetarier und Veganer dar. Tofu, Edamame und Soja-Granulat enthalten reichlich Kohlenhydraten und sind dennoch gesund. Sehr beliebt ist zum Beispiel die “Buddha Bowl mit Tofu und Avocado”.

Hülsenfrüchte: Sie enthalten nicht nur gesunde Kohlenhydrate, sondern liefern uns auch noch die so wichtigen Ballaststoffe.

Vollkornprodukte:Gleiches gilt für fast alle Vollkornprodukte. Ballaststoffe sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und eine gesunde Verdauung. Letzteres ist damit zu begründen, dass Ballaststoffe nahezu unverändert unseren Körper passieren, wobei sich an ihrer relativ großen Oberflächen viele Gift- und Schadstoffe anhaften und so aus dem Körper getragen werden. Sie dürfen Ballaststoffe mit der Bürste des Schornsteinfegers vergleichen.

Getreide- und Haferflocken: Sie eignen sich gut als Cerealien zum Frühstück, können aber auch ins Brot oder in Kekse mit eingebacken werden. Ansonsten gelten die gleichen Argumente wie bei Vollkornprodukten.

Kartoffeln: Pell- oder Ofenkartoffeln werden vom Körper gut und leicht verstoffwechselt. Das Gegenteil wird allerdings erreicht, wenn bei der Zubereitung Fett verwendet wird. Damit gelangen wir zurück auf das unflätige Feld der Bratkartoffeln, Pommes und Chips.

Vollkornnudeln: Sie sind auf jeden Fall immer der “normalen” Pasta wie Spaghetti oder Makkaroni vorzuziehen.

Reis: Nicht umsonst ist Reis in asiatischen Ländern seit eh und je das Nationalgericht. Dennoch ist hier zu beachten, dass beim weißen, geschälten Reis die wichtigsten und gesunden Inhaltsstoffe fehlen. Daher sollte stets ein Vollkorn- beziehungsweise Naturreis bevorzugt werden.

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