Das ist bei der Verwendung von Schneeketten zu beachten

Schneekettenanlegen will gelernt sein. (Symbolbild)
Schneekettenanlegen will gelernt sein. (Symbolbild) - © APA/BARBARA GINDL
Starker Schneefall sorgt in ganz Salzburg für winterliche Fahrbahnverhältnisse. Auf zahlreichen Straßen brauchen Fahrzeuge Schneeketten. Diese geben zwar besseren Halt auf der Schneefahrbahn, doch nicht nur beim Anlegen, auch beim Fahren gibt es einiges zu beachten. Mit diesen Tipps verwendet ihr eure Schneeketten richtig.

Im Winter sollte man bei einer Fahrt in die Berge Schneeketten immer dabei haben. Mithaben alleine reicht natürlich nicht, man muss auch wissen wie man sie anlegt, besonders vor stärkeren Steigungen und Gefällestrecken.

Anlegen der Schneeketten vorher üben

“Die Ketten sind auf den Rädern der Antriebsachse zu montieren. Detailinfos findet man immer in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs und in der Gebrauchsanweisung der Schneeketten”, rät ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. “Damit man im Ernstfall nicht erst nachlesen muss, sollte man sich aber vorher informieren, wie das Anlegen der Schneeketten beim eigenen Fahrzeug funktioniert – am besten im Trockenen und bei Licht”.

Wann sind Schneeketten erlaubt?

Erlaubt ist das Fahren mit Schneeketten nur, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Montiert werden müssen sie immer dann, wenn Schneekettenpflicht herrscht (Hinweisschilder und -anzeigen beachten).

Vorsicht in der Kurve

Beim Fahren mit angelegten Ketten auf Schneefahrbahn darf man eine Geschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten. Besondere Vorsicht ist beim Kurvenfahren geboten. “Hat man die Schneeketten auf den Vorderreifen montiert, dann haben die Hinterräder weniger Halt, die Vorderräder dagegen greifen gut. Die Folge kann extrem gefährlich sein: In der Kurve kann das Fahrzeug mit dem Heck ausbrechen. Wer hier nicht schon im Vorfeld richtig reagiert und gefühlvoll lenkt, bremst und beschleunigt, der findet sich im Straßengraben oder Gegenverkehr wieder”, erklärt Kerbl. Montiert man (beim Hinterradantrieb) die Schneeketten an der Hinterachse, ist der Vortrieb gut. In der Kurve fährt man bei nicht angepasster Geschwindigkeit allerdings geradeaus weiter, da die Vorderreifen beim Übertragen der Lenkkräfte auf die Schneefahrbahn überfordert sind.

Das ist beim Montieren zu beachten:

  • Geeigneten Platz finden: Falls es keinen ausgewiesenen Kettenanlegeplatz gibt, sollte man eine möglichst sichere, ebene Stelle suchen, um die Schneeketten zu montieren. “Kommt man an einer ungünstigen Position zum Stehen, sollte man nachkommende Lenker durch Aufstellen des Pannendreiecks rechtzeitig auf das Hindernis aufmerksam machen”, empfiehlt Kerbl.
  • Umgang mit ESP: “Wie mit elektronischen Stabilitätshilfen wie ESP umgegangen wird, ist von Fahrzeug zu Fahrzeug verschieden. Die Schneekettenkompatibilität steht in der Betriebsanleitung des Autos”, weiß Kerbl.
  • Kettenspannung überprüfen: “Nach einigen Metern Fahrt sollte die Kettenspannung überprüft werden. Schlecht montierte, lockere Ketten können gegen das Fahrzeug schlagen und Felgen, Kabelverbindungen zu Sensoren, den Radkasten oder Radaufhängungsteile beschädigen”, warnt Kerbl.

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