Das müsst ihr bei einem Skiunfall als Ersthelfer tun

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Erste Hilfe bei Skiunfällen ist nicht nur geboten, sondern auch Pflicht.
Erste Hilfe bei Skiunfällen ist nicht nur geboten, sondern auch Pflicht. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Auf den Skipisten in Salzburg ist derzeit einiges los. So kam es am Montag beinahe im Minutentakt zu Unfällen. Erste Hilfe ist dabei nicht nur geboten, sondern auch Pflicht. Wir zeigen euch auf, was als Ersthelfer zu tun ist.

Erste Hilfe ist nicht nur geboten, sondern auch Pflicht. Rund 23.000 Skifahrer verletzen sich jährlich auf Österreichs Skipisten.

Das ist bei Skiunfällen zu tun

  • Unfallstelle absichern
  • Bewusstsein kontrollieren
  • Hilfe rufen
  • Freimachen der Atemwege und Atemkontrolle
  • Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten
  • Stabile Seitenlage
  • Verletzungen versorgen
  • Wärme erhalten
  • Eintreffen der Rettungskräfte abwarten

Erste Hilfe bei Skiunfällen

“Das Einzige, was man in der Ersten Hilfe wirklich falsch machen kann, ist nichts zu tun“, versichert Rotkreuz-Chefarzt Wolfgang Schreiber in einer Presseaussendung. Das Wichtigste für Ersthelfer sei es, schnell zu reagieren um das Unfallopfer bestmöglich versorgen zu können. Für Beteiligte ist Erste Hilfe nicht nur geboten, sondern auch Pflicht. Jeder Wintersportler sollte über die richtigen Maßnahmen nach Ski-Unfällen Bescheid wissen. “Zunächst ist es wichtig, die Unfallstelle abzusichern“, erklärt Schreiber. Je nach Gelände sind in ausreichender Entfernung oberhalb der Unfallstelle Skier und Stöcke über Kreuz in den Schnee zu stecken. “Dann muss man den Verletzten so lagern, wie es für ihn am angenehmsten ist, seinen Helm abnehmen – und Hilfe holen“, fügt Schreiber an.

23.100 verletzte Skifahrer auf Österreichs Skipisten

Die Rettung ist unter 144 erreichbar, die Bergrettung unter 140. Sollte es keinen Empfang geben, das Handy aus- und wieder einschalten und den Euro-Notruf 112 wählen. Falls nach wie vor kein Empfang besteht, den Standort wechseln. “Wenn Hilfe angefordert ist und der Verunglückte atmet, so lange bei ihm bleiben, bis die Rettungskräfte eintreffen“, sagt Schreiber. “Währenddessen die Person vor Auskühlen schützen und zudecken, aber auf keinen Fall Getränke zuführen – schon gar keinen Alkohol.“ Bei Atem-Kreislauf-Stillstand lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen.

2016 verunglückten laut Kuratorium für Verkehrssicherheit 23.100 Menschen auf Österreichs Skipisten: Damit liegt der alpine Skilauf bei Sportunfällen an zweiter Stelle. Kopfverletzungen sind häufig, die Knie aber am meisten von Verletzungen betroffen, und zwar in rund einem Drittel der Fälle. Schuld daran seien nicht nur das Material und ungeübte Sportler sondern auch Leichtsinn, sagt Schreiber: “Carvingskier, Selbstüberschätzung und nicht selten Alkohol führen zu vielen Unfällen“. Oft würde es schon helfen vorsichtig zu sein und sich entsprechend aufzuwärmen.

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