Das solltet ihr bei Gewittern in den Bergen beachten

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Gewitter in den Bergen können für Wanderer gefährlich werden. (Symbolbild)
Gewitter in den Bergen können für Wanderer gefährlich werden. (Symbolbild) - © POCHARD CASABIANCA / AFP
Starke Gewitter haben in den letzten Tagen vor allem im Pinzgau die Feuerwehren in Atem gehalten. Österreichweit waren Salzburg, Kärnten, die Steiermark sowie Tirol von Unwettern mit zahlreichen Blitzen betroffen. Am Wochenende ist die Gewittergefahr vor allem in den Bergen hoch. Das solltet ihr beachten, wenn ihr beim Wandern von einem Gewitter überrascht werdet.

Am Wochenende bleibt es warm, aber unbeständig. Der Samstag startet schön, ab Mittag ziehen von den Gebirgsgauen aus Gewitter heran. “Auch im Flachgau steigt die Gewittergefahr an”, erklärt UBIMET-Metereologin Julia Schöberl gegenüber SALZBURG24. Der Pfingstsonntag fällt komplett ins Wasser, auch am Montag kommt es noch zu Schauern und Gewittern. Besonders betroffen von mitunter schweren Gewittern ist das Bergland sowie die südlichen Teile Niederösterreichs und mitunter auch das Waldviertel.

Wer an diesem Wochenende also in die Berge will, sollte dies möglichst noch am Samstag Vormittag machen. “Wanderer sollten unbedingt den Himmel beobachten und rechtzeitig ins Tal zurückkehren”, informiert Schöberl. Nach wie vor besteht speziell im Berg- und Hügelland Unwettergefahr durch heftige Gewitter und große Regenmengen. Zunächst bleibt es sommerlich warm, ab Sonntag gehen die Temperaturen von Westen her langsam zurück.

Berge: Was tun bei Gewitter?

Maria Riedler von der Salzburger Bergrettung rät Wanderern unbedingt den Wetterbericht für das Gebiet, in dem man unterwegs ist, genau zu checken. “Ganz wichtig ist auch, seine Tour zu planen. Wie weit geht die Wanderung, wie hoch hinauf, welche alternativen Routen gibt es?”, sagt Riedler. Vor allem die Ereignisse der letzten Tage haben gezeigt, dass andere wissen sollten, wo man hingeht: “Unbedingt Familie, Freunden, Nachbarn oder auch dem Vermieter sagen, wohin man unterwegs ist und auch erklären, wohin die Route führt”, betont Riedler.

Sollte man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von einem Gewitter überrascht werden, soll man sich an folgende Tipps halten: Bei Blitz und Donner weg von Flanken und exponiertem Gelände. Schutz bieten Höhlen. Außerdem weg vom Gipfelkreuz und am Klettersteig weg von den Stahlseilen und Sicherungen, da diese Blitze anziehen und weiterleiten. Solltet ihr euch bei einem Gewitter im offenen Gelände befinden, hockelt ihr euch am besten auf den Boden.

Apps mit GPS-Sender installieren

Freilich ist auch die richtige Ausrüstung ausschlaggebend. Derzeit seien die Wege noch nass, knöchelhohe Schuhe sind also empfehlenswert genauso wie Kleidung für einen eventuellen Wetterumschwung. Ebenso rät Riedler, auf dem Smartphone GPS-Apps zu installieren. Diese senden die Standort-Daten an die Rettungskräfte. Haben Wanderer in den Bergen keinen Empfang, sollen sie den internationalen Notruf 112 wählen, dieser funktioniere immer, erklärt Riedler abschließend.

Am Donnerstag hat UBIMET in Österreich insgesamt 18.226 Blitze registriert. Am meisten blitzte es in St. Veit an der Glan in Kärnten. Allein in dem Bezirk gab es 1.879 Blitze, in Kärnten waren es gesamt 6.558 Blitze. Im Österreich-Ranking landet Salzburg auf Platz vier. 1.301 mal blitze es am Donnerstag im Bundesland.

Blitz-Rangliste:

  1. Kärnten:              6.558 Blitze
  2. Steiermark:         5.838 Blitze
  3. Tirol:                    2.726 Blitze
  4. Salzburg:             1.301 Blitze
  5. Oberösterreich: 1.238 Blitze

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Überschwemmungen im Pinzgau

Wolkenbrüche sorgten gleichzeitig für viele Überschwemmungen und Vermurungen, in Kärnten musste die Südbahn gesperrt werden, im Pinzgau war die Feuerwehr vor allem in Neukirchen im Dauereinsatz. Mit 49,2 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fiel in Saalbach (Pinzgau) am zweit meisten Regen in ganz Österreich. Krimml (Pinzgau) schafft es mit 41,2 Liter pro Quadratmeter österreichweit auf Platz vier. Am meisten Regen fiel in Weitensfeld in Kärnten mit 49,9 Liter.

 

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