Das war “Jazz & The City” in Salzburg

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Das war "Jazz & the City".
Das war "Jazz & the City". - © Wildbild
118 Konzerte, 50 Locations und rund 35.000 Besucher – und das in nur fünf Tagen: Die 17. Auflage des Festivals Jazz & The City lockte Jazzfans aus aller Welt in die Salzburger Altstadt.

Dass Salzburg eine Musikstadt ist, zeigte das begeisterte Publikum in vielfältiger Weise. Voller Neugierde strömten die Besucher, auch wenn Exotisches angekündigt wurde wie die Begegnung zweier Schlagzeuger, die frei improvisierten oder Solokonzerte mit einem eher selten gehörten Instrument – der Drehleier. Auftritte von Cory Henry´s Funk Apostels, die dem auffallend jungen Publikum im republic eine euphorische Party bescherten, waren ebenso bis auf den letzten Platz gefüllt, wie die der hierzulande noch unbekannten Sängerin Maartje Meijer im Marmorsaal oder starker Tobak des US-Trios “Pulverize The Sound” in der kleinen Academy Bar.

Jazz & The City: “Unbefangen Stadt und Musik genießen”

Das Publikum konnte ganz entspannt nach Lust und Laune herumziehen, weil es keine Zählkarten mehr gab, die den Zugang bei diesem Gratisfestival in der Vergangenheit in geregelte Bahnen lenken sollten. Dank neuer Spielorte mit großen Kapazitäten kam es trotz der hohen Besucherzahl nur ganz selten vor, dass wegen Überfüllung kein Einlass mehr möglich war. Die Gründerin des Festivals Inga Horny ist über diese Tatsache ganz besonders glücklich: “Das bringt uns wieder ‘back to the roots’, da wo wir einmal begonnen haben – unbefangen Stadt und Musik zu genießen”.

Wie zum Beispiel in den imposanten Arkaden des St. Peter Stiftskeller, wo das Trio des Pianisten Omer Klein oder die Band der amerikanischen Sängerin Charenée Wade bestens platziert waren, oder im Mozartkino, vor dessen voll besetzten Rängen syrische und österreichische Musiker aufeinander trafen. Hauptschauplätze waren einmal mehr die Kavernen 1595 im Inneren des Mönchsbergs, wo der ORF einige Konzerte aufzeichnete, und das Republic Theater, wo zur Eröffnung des Festivals ein spannendes Konzert mit dem Orchestre National de Jazz aus Frankreich stattfand. Viele kleinere Spielstätten vom Weinarchiv des arthotels Blaue Gans mit musikalischer Tendenz zum Außergewöhnlichen bis zum einschlägig bespielten Afro Café oder beliebten Gaststätten wie dem Braugasthof Krimpelstätter oder dem Sternbräu waren zum wiederholten Mal dabei.

Freiluftkonzert vor dem Republic./Wildbild Freiluftkonzert vor dem Republic./Wildbild ©

Marching Band zieht durch die Altstadt

Neu in diesem Jahr waren auch die Begegnungen im öffentlichen Raum. Die Hamburger Marching Band Meute zog durch die Gassen der Stadt und hinter sich eine wahre Meute an Fans, was am späten Abend in einer Party auf dem Anton Neumayr Platz gipfelte. Der Schweizer Drummer Julian Sartorius blieb dagegen eher bescheiden, doch nicht weniger aufregend, nahm nur seine beiden Sticks in die Hand und bespielte bei seinem perkussiven Parkur durch die Altstadt alles, was sich nicht wehren konnte: Hauswände, Straßenschilder, Bushaltestellen und Obstkisten auf dem Grünmarkt.

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