Über die Einführung einer Stadtmaut soll ab Herbst nocheinmal diskutiert werden. - © Wildbild
Um den Verkehr in der Landeshauptstadt dauerhaft in den Griff zu bekommen – und zwar ohne Mittagsregelung – und die Luftqualität zu verbessern, will Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden eine Umweltzone in der Innenstadt einführen. Dabei sollen nur schadstoffarme Fahrzeuge in die Zone einfahren dürfen. Auch Verkehrsbeschränkungen mit Einbahnen sollen eingeführt werden.
Die Bürgerliste, die den für Herbst angekündigten Gesprächen über eine dauerhafte Lösung der Verkehrssituation mit „Interesse“ entgegensieht, steht der von Schaden angedachten Umweltzone allerdings skeptisch gegenüber. “Die Einführung einer Umweltzone hätte zwar kurzfristig einen positiven Effekt auf die Luftqualität, führt aber mittelfristig zu einer Umstellung des Fuhrparks, wie das in anderen Städten beobachtbar ist. Über kurz oder lang hätten wir aber wieder mit den gleichen Platzproblemen und damit verbundenen Stauerscheinungen zu kämpfen”, so Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl am Montag in einer Aussendung.
Nach Carl hätte eine Stadtmaut positiver Effekte. Neben der Verbesserung der Luftqualität führe eine Stadtmaut auch zu weniger Lärm und einer Verringerung des Verkehrsaufkommens. Zudem würden die finanziellen Einnahmen für die Finanzierung von Verkehrsinfrastruktur wie der Verlängerung der Lokalbahn oder günstigere Preise für die Öffentlichen Verkehrsmittel herangezogen werden können.
“Mit einer Stadtmaut könnten wir mehrere verkehrspolitische Fliegen mit einer Klappe schlagen und langfristig haben alle etwas davon:”, erläutert Carl die Vorteile der Stadtmaut.
Wie die Verhandlungen für eine fixe Verkehrslösung ausgehen werden muss abgewartet werden. Fix ist jedoch jetzt schon: Sollten die Verantwortlichen keine Lösung finden, wird es nächstes Jahr wieder die Mittagsregelung geben.