Den Weg des Herzens gehen!

Akt.:
Wenn ihr nicht mehr weiterwisst, versucht auf euer Herz zu hören.
Wenn ihr nicht mehr weiterwisst, versucht auf euer Herz zu hören. - © Herzens-Schamane/Geisler
Geschätzte Leserinnen und Leser, ich möchte Sie dazu animieren, sich selbst folgende Fragen zu stellen:

Wie oft während des Tages werde ich von meinem Verstand und wie oft von meinem Herzen geleitet? Oder besser gesagt, wie viel meiner Tageszeit lebe ich wirklich bewusst und wie oft befinde ich mich im unbewussten Blindflug des Lebens, im sogenannten Autopilot-Modus? Wie oft mache ich und lasse ich mit mir machen, wovor mein Gefühl mich warnt? Vermutlich werden Sie erschüttert sein, wenn Sie sich diese Fragen ehrlich und unverblümt beantworten.

Wenn ich heute auf mein Leben zurückschaue, dann muss ich mir eingestehen, dass ich bis zu meinem 43. Lebensjahr wohl den größten Teil meines Tages im unbewussten Modus verbracht hatte. Damals völlig getrieben vom Außen, der Gesellschaftsform und meinem beruflichen Status als Geschäftsführer und Vorstand einer Firma, habe ich mich für meinen gesundheitlichen Raubbau an meinem Körper mit Statussymbolen entschädigt. Einen schönen Audi, tolle Urlaube und Essen in Gourmet-Restaurants. Doch die Erfolge von gestern waren am nächsten Tag schon nichts mehr wert. Immer schneller, höher, weiter – ausschließlich Wachstum war angesagt. Koste es, was es wolle. In meinem Streben nach Anerkennung, Macht und Geld war ich damals blind vor Gier und in einem goldenen Käfig gefangen, den ich mir selbst gebaut hatte.

Doch irgendwann spürte ich, dass ich da raus muss, wenn ich nicht spätestens mit 50 Jahren durch einen Unfall oder eine Krankheit aus dem Leben geschleudert werden möchte. Und so beschloss ich meinen gut bezahlten Vorstandsjob an den Nagel zu hängen. Mein Umfeld sagte zu mir: “du bist ‘ver-rückt’, du kannst doch nicht so einen tollen Job aufgeben.” Aber ich tat es. Ich bin gesprungen und habe mich in meinem Leben ver-rückt.

Dabei wurde ich immer geleitet, obwohl ich zunächst nicht wirklich wusste, was ich wollte. Schließlich wurde ich durch mehrere Fügungen (Jakobsweg, Stille in der Wüste Sahara) zu meiner Berufung, dem Schamanismus geführt, um den Weg des Herzens gehen zu können.

Aus heutiger Sicht habe ich damals aus meinem tiefsten Herzen heraus gehandelt. Vor meinem Ausstieg aus meinem Hamsterrad hat mein Verstand dominiert. Heute führt mein Herz meinen Verstand und gemeinsam bilden sie eine Allianz.

Jeder, der in dieser Zeit das Gefühl hat, vor einem Abgrund zu stehen, weder vor noch zurückgehen zu können, sollte vertrauen, mutig sein – und springen. Mal kurz keinen Boden unter den Füssen zu haben, kann helfen, um dadurch die Türen in das Neue gezeigt zu bekommen. Es lebe der Mut zur Veränderung! Lassen wir uns von unserem Herzen in eine neue Welt führen. In eine Welt, in der wir wertschätzend mit allen Lebewesen, Mensch, Tier und Umwelt, in Frieden und Achtsamkeit leben können.

 

Johannes Kiartes Geisler ist Schamane und Lebensberater im Flachgau.

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