Das Testspiel gegen Zell am See am Dienstag gewann Pinzgau mit 4:2. - © FC Pinzgau Saalfelden
Aufsteiger FC Pinzgau Saalfelden zeigte im Herbst der Regionalliga-Saison 2011/2012 auf, hielt sich wacker im einstelligen Tabellenbereich und überwinterte hinter den großen Teams auf Platz sechs. „Im Frühjahr haben wir dann Punkte liegen lassen, teils unnötig“, weiß Saalfelden-Coach Hannes Rottenspacher. Was die Ziele und Baustellen im Team sind, wer in der Truppe die Leistungsträger sind und wie es mit dem Trainer selbst weitergeht, gibt’s hier im großen SALZBURG24 RLW-Check zu lesen.
Verein:
FC Pinzgau Saalfelden
Zugänge:
Johann Gschwandtner (Tormann/USC Piesendorf)
Arnold Benedek (Stürmer/FC Zell am See)
Niklas Mühlbacher (Mittelfeld/SC Leogang)
Popovic, Sendlhofer, Steinbauer, Reto (FC Pinzgau Saalfelden U17)
Abgänge:
Gerhard Fabian (Stürmer/Karriereende)
Wolfgang Kraker (Tormann/Karriereende)
Trainer:
Hannes Rottenspacher
Kader:
Die Transfers bei Pinzgau Saalfelden halten sich in Grenzen. „Wir sehen und in erster Linie als Ausbildungsverein. Wir haben nicht die Möglichkeit jedes Jahr eine neue Mannschaft zu kaufen, und wir wollen das auch nicht“, machte Trainer Rottenspacher die Einkaufs- und Nachwuchspolitik des Vereins klar. Dabei fiel auch Kritik am Kaufverhalten anderer Vereine, konkret jenem in violett. „Die schaffen es nicht einmal die Nachwuchsregel mit eigenen Spielern zu erfüllen“, so Rottenspacher im Gespräch mit SALZBURG24. „Gebracht hat es ihnen auch nichts.“ In der Endabrechnung war Austria Salzburg zwei Punkte vor den Pinzgauern.
Weg von der Kritik an anderen Vereinen, zurück zum Kader des FC Pinzgau Saalfelden. Fünf Spieler werden aus den eigenen Reihen geholt. Popovic, Sendlhofer, Steinbauer und Reto wachsen aus der U17, die Landesmeister wurde, nach oben. Mit Mühlbacher, der zwischenzeitlich an Leogang verliehen wurde, hat man einen weiteren Eigenbaukicker. „Wir wollen den Jungen Möglichkeiten geben“, unterstrich Coach Hannes Rottenspacher seine Haltung zum Nachwuchs. Daneben agieren Routiniers wie die Innenverteidiger Fürstaller und Müllauer (einer unserer Spieler der Woche), die das Gefüge zusammenhalten. Mit Arnold Benedek verstärkt ein weiterer Spieler den Sturm, der aus der eigenen Nachwuchsarbeit hervorging. In Benedek und Lukic sieht Rottenspacher ein potentes Duo, das den Abgang von Stürmer Fabian Gerhard gut kompensieren kann.
Eine Baustelle ist die Abwehr. Mit der Trefferausbeute war der Coach zufrieden, aber die 55 Gegentreffer sind ihm zu viel. „Es liegt nicht nur an der Abwehr, sondern am ganzen Mannschaftsgefüge. Aber wir arbeiten stark daran.“
Nicht ganz klar ist dafür die weitere Zukunft des Saalfelden-Trainers selbst. Rottenspacher besitzt keine Trainerlizenz. Nach einem erlaubten Übergangsjahr drohen dem Verein dieses Jahr Strafzahlungen. „Dieses Jahr mach ich so weiter. Dann wird sich was verändern“, so Rottenspacher. Die Trainerlizenz wird er nichtmehr in Angriff nehmen.
Platzierung 2011/12:
11. Platz
Stadion:
Sportanlage Bürgerau für 1.000 Zuschauer. Lichtenbergstr. 11, 5760 Saalfelden
Homepage: http://www.fc-pinzgau.at
Ziele für 2012/13:
Im ersten Regionalliga-Jahr hat der FC Pinzgau Saalfelden, auch wenn Punkte liegen gelassen wurden, erreicht – der Klassenerhalt war locker drinnen. „Das zweite Jahr ist sicher nicht einfacher“, weiß der Trainer Rottenspacher. Ziel ist „ein einstelliger Tabellenplatz“. Zum Saisonauftakt am 28. Juli bekommen die Pinzgauer einen knackigen Gegner. Sie müssen gegen Austria Salzburg in deren Heimstadion antreten. Das Team will dann eine Tradition brechen. „Auswärts verlieren wir immer, das muss sich ändern – und zwar im ersten Spiel“, so die Kampfansage von Rottenspacher Richtung der Hofer Truppe.
S24-Prognose:
Die Jungen aus der Hauseigenen U17 Mannschaft sind schwer einzuschätzen, sonst hat sich wenig geändert im Kader – was wir als Vorteil für den FC Pinzgau Saalfelden sehen. Das Lernjahr in der Regionalliga hat das Team gut überstanden, einer Verbesserung zum Vorjahr steht somit nichts im Weg. Gelingt es, die Lücken in der Abwehr zu schließen, könnte man auf Platz sechs oder sieben vorstoßen – dann ist aber Schluss.
(Die SALZBURG24 Sportredaktion / fga)