Der Lungau bekommt ersten Bio-Schlachthof

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So soll der geplante Bio-Schlachthof in Lessach aussehen.
So soll der geplante Bio-Schlachthof in Lessach aussehen. - © Ernst & Ilsinger Architects
Eine Bio-Schlachtstätte sucht man im Lungau derzeit vergebens. Das will die Landwirtsfamilie Hönegger mit einem ambitionierten Bauprojekt ändern. Der erste Bio-Schlachthof verspricht auch eine bessere Fleischqualität für den Konsumenten.

Einer modernsten Schlachthöfe Österreichs ensteht ab Ende Mai auf einer Fläche von rund 280 Quadratmetern in Lessach. Zu diesem privaten Bauvorhaben hat sich die Lungauer Landwirtsfamilie Hönegger aus Mangel an Alternativen entschlossen: “Leider gibt es in unserer Region keinen zeitgemäßen Schlachtbetrieb. Das ist für uns Bauern ein sehr großer Nachteil“, erklärt Bauherr Matthäus Hönegger in einer Aussendung. Die Familie Hönegger betreibt den Lessacher Bio-Bergbauernhof Tromört, wo sie Milch produziert und Schweine sowie Pferde am Hof hält. Zudem bietet sie Urlaub am Bauernhof an.

Keine langen Transportwege mehr

Nun wird der Bauernhof um einen modernen Schlachtbetrieb erweitert. “Da unser Betrieb voll und ganz auf biologische Landwirtschaft ausgelegt ist, war es auch von Beginn klar, einen reinen Bio-Schlachthof zu eröffnen“, erzählt Bäurin Roswitha Hönegger. Damit soll bis Oktober 2018 der erste Bio-Schlachthof im Lungau entstehen.

Tierwohl steht im Vordergrund

“Lange Transportwege und zentrale überdimensionierte Schlachtstätten sind meiner Meinung nach für Biobauern nicht zeitgemäß“, erklärt Matthäus Hönegger. Das Gegenbeispiel soll daher der neu errichtete Bio-Schlachthof darstellen: “Das wichtigste Augenmerk ist für uns das Tierwohl. Anders als in großen Schlachthöfen kann das Tier bei uns vor der Schlachtung bestens versorgt werden. Das schlägt sich auch auf die Fleischqualität nieder“, klärt Metzgermeister Hermann Kerschhaggl auf. Der Schlachtbetrieb wird sich auf die Verarbeitung und Vermarktung von Rind und Wild spezialisieren.

Landwirte sollen von Bio-Schlachthof profitieren

Der Bio-Schlachthof wird nicht nur von der Familie Hönegger genutzt werden, auch andere Bauern aus der Region sollen von dem Projekt profitieren. “Einerseits können Landwirte ihre Tiere zur Lohnschlachtung und Veredelung anliefern, andererseits direkt zu einem überdurchschnittlich hohen Preis verkaufen, nennt der Obmann von BIO AUSTRIA Salzburg, Sebastian Herzog, die Vorteile. “Das ist ein Angebot, dass es in der Region derzeit so nicht gibt“, erklärt Herzog im Gespräch mit SALZBURG24.

Neuer Metzger für den Lungau

Neben einem Bio-Schlachthof bekommt der Lungau auch einen neuen Metzger. In St. Michael entsteht in Zusammenarbeit mit dem Pongauer Unternehmen „Fleischerei Urban“ ein neues Fachgeschäft inklusive Imbissküche und Cateringservice. Angeboten werden soll in dem Geschäft auch Lungauer Bio-Fleisch.

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