Auf Platz zwei folgen Migranten aus Serbien, Montenegro und Kosovo mit rund 210.000 Personen (wobei die Mehrheit der Kosovaren Albanisch im Erstsprache spricht), auf Platz drei die aus der Türkei stammenden Personen (185.000). Die Sprecher von Bosnisch (rund 130.000) und Kroatisch (knapp 70.000) folgen auf Platz vier und fünf, Rumänisch (68.000) und Polnisch (60.000) auf Rang sechs und sieben. Von insgesamt rund 1,45 Mio. Personen ausländischer Herkunft in Österreich stammen rund zwei Drittel aus diesen Staaten.
Anders sieht es aus, wenn man Serbisch, Bosnisch und Kroatisch als eine Sprache (BKS) betrachtet – dann wäre BKS die mit Abstand größte Migrantensprache. In der Studie wird etwa darauf verweisen, dass “die Abgrenzung zwischen Sprache und Dialekt nicht nur nach linguistischen Kriterien, sondern auch unter anderem aus politischen Motiven erfolgt”. Je nach Definition seien Bosnisch, Kroatisch und Serbisch somit eng verwandte Sprachen oder Varianten einer einzigen südslawischen Sprache.