Deutsche Dahlmeier holte ihr drittes WM-Gold in Hochfilzen

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Dahlmeier eroberte ihre dritte Goldene
Dahlmeier eroberte ihre dritte Goldene - © APA
Die Deutsche Laura Dahlmeier ist die dominierende Biathletin der Weltmeisterschaften in Hochfilzen. Die 23-Jährige eroberte im vierten Rennen die dritte Goldmedaille und hat zudem ein Mal Silber geholt. Beim Sieg im 15-km-Einzelbewerb hatte sie 24,7 Sekunden Vorsprung auf die Tschechin Gabriela Koukalova, die ebenfalls eine Strafminute ausfasste. Dritte wurde die Italienerin Alexia Runggaldier.

ÖSV-Hoffnungsträgerin Lisa Theresa Hauser hat indes als 61. mit fünf Strafminuten ein Debakel erlebt. Für die Lokalmatadorin sprang am Mittwoch Dunja Zdouc in die Bresche, die ohne Fehlschuss als Elfte überraschte.

Während das Spitzenduo Dahlmeier und Koukalova eine Scheibe verfehlte und der Gros des Feldes noch öfter danebenschoss, traf Zdouc wie die Drittplatzierte Alexia Runggaldier (ITA) 20 mal ins Schwarze. Die 23-jährige Kärntnerin verlor in der durch die frühlingshaften Temperaturen aufgeweichten Loipe zwar vier Minuten auf die Schnellsten, durfte dank perfektem Schießen aber über ihr mit Abstand bestes WM-Ergebnis jubeln.

“Das ist einfach phänomenal. Ich bin überglücklich, viermal null schafft man nicht oft im Leben”, strahlte Zdouc, die in der Mixedstaffel nicht aufgestellt worden war. “Natürlich habe ich mich darüber geärgert. Aber ich habe mich auf meine Rennen konzentriert, vielleicht habe ich dadurch heute die eine oder andere Energie mehr gehabt.” Bisher war ein 17. Sprintrang von 2015 in Kontiolahti ihre WM- und Weltcup-Bestleistung gewesen. In Hochfilzen hatte sie es in Sprint und Verfolgung nicht einmal unter die besten 40 geschafft.

Hauser, ihre Trainingskollegin in der “Biathlonschmiede” von Sandra Flunger, war eine ihrer ersten Gratulantinnen im Ziel. Die Tirolerin war angesichts ihrer eigenen Leistung ratlos und enttäuscht. “Das ist unerklärbar, ich habe keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe, was nicht funktioniert hat. Der Einzelbewerb war eine Riesenchance für mich, es war einfach verkorkst. Das ist natürlich sehr bitter, gerade dass es daheim passiert, das macht mich traurig”, sagte Hauser.

Das 15-km-Rennen vor 12.500 Zuschauern hatte für sie mit zwei Strafminuten im ersten Anschlag denkbar schlecht begonnen. “Damit war es vorbei, es ist natürlich sehr bitter, wenn man so startet”, so Hauser. Während sie die beiden eigentlich schwierigeren Stehendschießen fehlerfrei absolvierte, blieben im zweiten Liegendanschlag sogar drei Scheiben stehen. Was sie für den Massenstart ändern muss, war ihr vorerst noch unklar. “Keine Ahnung, was ich bis Sonntag noch mache”, so Hauser, die unmittelbar hinter Christina Rieder nur drittbeste Österreicherin war.

Rieder schoss zwei Fehler, verlor in der Loipe wie Zdouc aber enorm viel Zeit. “Auf der Loipe war es ziemlich hart. Mit dem Schießen bin ich ganz zufrieden, je ein Fehler stehend kann passieren”, sagte Rieder. Fabienne Hartweger kam mit sechs Strafminuten nicht über Rang 78 hinaus.

Dahlmeier holte indes ihren bereits dritten Titel in Hochfilzen. “Absolut gigantisch. Schon wieder ganz oben, ich kann es kaum glauben”, freute sich die 23-jährige Bayerin nach ihrer neunten WM-Medaille in Serie. Bei dieser WM hat sie auch schon mit der Mixedstaffel und in der Verfolgung Gold sowie im Sprint Silber erobert.

Wie Dahlmeier baute Sprintsiegerin Koukalova ihre ebenfalls bereits große Medaillensammlung weiter aus. Die Südtirolerin Runggaldier sicherte sich hingegen ihr erstes Edelmetall. Die 25-Jährige aus St. Christina war im Einzel schon auch bei der WM-Generalprobe in Antholz Weltcup-Dritte geworden.

(APA)

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