Deutsche Regierung will mehr als 12.000 Afghanen abschieben

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Die Lage am Hindukusch gilt als unsicher
Die Lage am Hindukusch gilt als unsicher - © APA (AFP)
Trotz der unsicheren Lage in Afghanistan sollen aus Deutschland 12.539 Afghanen dorthin abgeschoben werden. Das gehe aus einer Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vorliegt.

Demnach müssen nach Einschätzung des Innenministeriums fünf Prozent der in Deutschland lebenden fast 247.000 Afghanen das Land wieder verlassen. Zur Begründung hieß es, in den großen Zentren Afghanistans sei die Sicherheit garantiert.

Abschiebungen von Asylbewerbern aus Afghanistan sind umstritten, weil es am Hindukusch immer wieder zu Anschlägen der radikal-islamischen Taliban kommt, so etwa in der vergangenen Woche auf das deutsche Generalkonsulat in Mazar-e-Sharif. In diesem Jahr wurden bisher nur 27 abgelehnte afghanische Asylbewerber abgeschoben, 2015 waren es neun. Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke forderte die Bundesregierung auf, keine Menschen mehr in das “kollabierende Bürgerkriegsland” zurückzuschicken.

(APA/dpa)

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