Deutschland stellt Ermittlungen gegen Ditib-Imame ein

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Ditib-Imame sollen für die Türkei spioniert haben
Ditib-Imame sollen für die Türkei spioniert haben - © APA (dpa)
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat ihre Spionageermittlungen gegen Imame des Dachverbands der türkischen Moscheegemeinden (Ditib) eingestellt. Dies teilte die Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Insgesamt 19 Ditib-Geistliche hatten unter Verdacht gestanden, im Auftrag der türkischen Religionsbehörde Diyanet Anhänger der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen ausspioniert zu haben.

Der Mitteilung am Mittwoch zufolge wurden die Verfahren gegen sieben Beschuldigte eingestellt, weil sie sich an unbekanntem Ort im Ausland aufhalten. Bei sieben weiteren wurden die Ermittlungen eingestellt, weil kein ausreichender Tatverdachts bestehe, und bei fünf Imamen wurde von der Verfolgung “wegen Geringfügigkeit” abgesehen.

Ditib hatte im Jänner bestätigt, dass Imame des Verbands Informationen über Anhänger des in der Türkei als Staatsfeind gesuchten Predigers Gülen nach Ankara geschickt hatten. Ditib werden rund 900 Moscheegemeinden in Deutschland zugerechnet. Der Verband untersteht letztlich der Kontrolle des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

(APA/ag.)

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