Diakonie-Kampagne zu Mindestsicherung und Integration

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Auch Bildung ist Direktor Michael Chalupka ein Anliegen
Auch Bildung ist Direktor Michael Chalupka ein Anliegen - © APA (Archiv)
Die Diakonie nimmt sich in ihrer jährlichen vorweihnachtlichen Kampagne der Themen Mindestsicherung, Integration und Bildung an. “Hoffnung braucht ein Ja” setzt sich auf Plakaten sowie mittels eines Adventkalenders für mehr Zusammenhalt in Österreich ein. Zudem wolle man die Regierung an ihre eigenen Vorhaben erinnern, sagte Direktor Michael Chalupka am Donnerstag in Wien.

Vorwiegend “Angst, Neid und Wut” regierten derzeit die öffentlichen Debatten, womit sich wiederum Wahlsiege erringen ließen, bedauerte Chalupka nicht nur im Hinblick auf den Sieg von Donald Trump bei der US-Wahl. “Alles scheint erlaubt, wenn sich daraus ein kurzfristiger Vorteil ergibt”, sprach der Diakonie-Direktor auch die österreichische Politik an. Dem entgegenwirken solle nun die aktuelle Kampagne, die “Hoffnungsträger” ins Licht rücken soll.

Ein Thema der “Di-Ja-konie” – so liest sich die evangelische Hilfsorganisation auf den neuen Sujets – ist die Mindestsicherung. Durch das Schüren von Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gesellschaftsgruppen werde ein Keil in die Gesellschaft getrieben, so Chalupka und weiter: “Die derzeitige Blockade einer bundesweit einheitlichen Mindestsicherung und die Versuche, Menschen, die ohnehin in Armut leben, noch schlechter zu stellen, helfen niemand.”

“Diffamierung und Misstrauen” sieht Chalupka auch in der Debatte rund um die Integration von Flüchtlingen. “Eine Abwertung der Menschen, die auf der Flucht bei uns gelandet sind, bewirkt das Gegenteil”, mahnte der Diakonie-Direktor. Mit der Androhung von Sanktionen anstelle entsprechender Angebote werde Integration unmöglich. Chalupka fordert daher von den politischen Verantwortlichen eine “positive Herangehensweise” bei diesem Thema.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Diakonie in ihrer Kampagne bei der Bildung. Dahin gehend stellte Chalupka das Modell der inklusiven IFIT-Schule der Diakonie vor, der ersten berufsbildenden Mittleren Schule mit sonder- und sozialpädagogischem Schwerpunkt in Österreich. Deren Leiterin, Ines Egle, zeigte sich vom Konzept und den Möglichkeiten überzeugt. Ebenso Schülerin Daniela Trappl, die auch auf den Plakat-Sujets zu sehen ist: “Ich weiß jetzt: Ich kann viel und ich schaffe das.”

(APA)

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