Die 7 kuriosesten Zollbestimmungen

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Manche Länder haben ungewöhnliche Zollbestimmungen.
Manche Länder haben ungewöhnliche Zollbestimmungen. - © dpa/dpaweb/dpa/A3472 Frank May
Andere Länder, andere Sitten. Das trifft auch auf die Zollbestimmungen zu. Die Reiseplattform checkfelix.com hat die kuriosesten Einfuhrregeln aufgelistet. Reisende sollten vor dem nächsten Urlaub also lieber nochmal ihr Gepäck kontrollieren, damit es beim Zoll keine unangenehmen Überraschungen gibt. Das sind die 7 verrücktesten Zollbestimmungen.

1. Keine internationalen Erdäpfel in Deutschland

Deutschland ist weltweit bekannt für seine innige Beziehung zu Erdäpfeln. Wer bei einer Deutschlandreise seinen Freunden oder Verwandten exotische Sorten aus dem Ausland mitbringen möchte, sollte bloß nicht zu tief ins Erdäpfel-Sackerl greifen. In Deutschland ist die Einfuhr von Erdäpfeln aus nicht-EU Ländern nämlich strengstens verboten. Der Grund für die Zollbestimmung: Das Risiko der Verbreitung der bakteriellen Ringfäule ist zu hoch.

Bilderbox Wer gerne Kartoffel als Souvenir mitbringt, sollte in Deutschland aufpassen./ Foto: Bilderbox ©

2. In Angola sind keine fremden Briefmarken erlaubt

Wer gerne Postkarten an seine Liebsten daheim verschicken möchte und zufällig noch eine Briefmarke in seiner Geldbörse hat, sollte in Angola ganz besonders gut aufpassen und lieber eine Briefmarke aus dem lokalen Postamt kaufen. Denn landesfremde Briefmarken sind in Angola strengstens verboten. Die heimische Post musste aufgrund zahlreicher Fälschungen in der Vergangenheit große Verluste bei den Einnahmen verzeichnen. Dem will man nun gegensteuern.

3. Achtung vor dem Kaugummi-Verbot in Singapur

Wer sich auf dem Weg nach Singapur befindet und leidenschaftlich gerne Kaugummi kaut, sollte seine Kaugummipackung lieber im Flugzeug liegen lassen oder noch rechtzeitig vor der Zollkontrolle entsorgen. In Singapur sind Kaugummis nur in der Apotheke und mit ärztlichem Rezept erhältlich. Der Grenzzoll ist bei der Einfuhr von Kaugummi gnadenlos und unter Umständen drohen Bußgelder in einer Höhe von bis zu 66.000 Euro. Singapur legt großen Wert auf saubere Städte und versucht deshalb, den Kaugummi-Konsum so weit als möglich einzuschränken. Die Regierung sagt so ekligen, alten Kaugummis in der Stadt den Kampf an.

Bilderbox Und genau das möchte man in Singapur verhindern. /Foto: Bilderbox ©

4. Nach Neuseeland reist man besser ohne Feuerzeug

Bereits seit 1998 dürfen in Neuseeland keine Feuerzeuge mehr importiert werden. Die Neuseeländer haben nämlich, im Vergleich mit anderen Ländern, besonders strenge Sicherheitsnormen für Feuerzeuge. So haben die auf der Insel hergestellten Feuerzeuge etwa eine spezielle Kindersicherung. Damit alle Feuerzeuge, die sich dort im Umlauf befinden diese Sicherheitsvorkehrungen auch tatsächlich erfüllen, gibt es ein generelles Einfuhrverbot von Feuerzeugen.

5. Kinder in den USA müssen auf Überraschungs-Eier verzichten

Überraschungs-Eier sind in Österreich bei Kindern wie Erwachsenen beliebt. In den USA ist die Süßigkeit allerdings strengstens verboten. Die Einfuhr kann Reisenden alles andere als eine Freude bereiten. Pro Ei können in den USA Strafen von bis zu 2.500 US-Dollar (umgerechnet ca. 2.217 Euro) fällig werden. Die Behörden fürchten, dass Kleinkinder und unwissende Erwachsene die Schoko-Eier im Ganzen essen und dabei das Spielzeug verschlucken könnten. Aufgrund der akuten Erstickungsgefahr sind sie deshalb verboten.

6. Indien-Reisende sollten nur mit nagelneuen Landkarten verreisen

Ohne einen Reiseführer mit Landkarte fährt heutzutage kaum noch jemand auf Urlaub. Sollte das Reiseziel Indien heißen, ist es ratsam, nochmals ganz genau das Erscheinungsjahr der mitgebrachten Landkarte zu überprüfen. Klingt lächerlich, kann einem aber eine Menge Geld ersparen. Nämlich dann, wenn die Zollbeamten die Einzeichnung der Landesgrenzen kontrollieren und Fehler finden. Eine veraltete Karte kann dann bis zu 13.2 Millionen Euro kosten. Die Inder legen großen Wert darauf, dass die Abbildung der offiziellen indischen Darstellung entspricht.

7. Fremde Parfums sind auf Madagaskar unerwünscht

Für die meisten Reisenden ist es selbstverständlich, neben der Zahnbürste und dem Shampoo auch den Lieblingsduft mit ins Reisegepäck zu packen. Wer jedoch nach Madagaskar fliegt, sollte das eigenen Parfum lieber zu Hause lassen, um am Zoll keinen Ärger zu bekommen. Der veranschlagt für mitgebrachte Parfums nämlich eine saftige Gebühr. Damit beschützt man auf Madagaskar die heimische Vanilleindustrie vor künstlich hergestellten Vanille-Extrakten.

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