Die besten Gartentipps gegen lästige Schnecken

Akt.:
3Kommentare
Der Erzfeind jedes Hobbygärtners: Die Schnecke.
Der Erzfeind jedes Hobbygärtners: Die Schnecke. - © Bilderbox
Für viele Salzburger hat die Gartensaison längst begonnen, manche konnten bereits eine erste Ernte einfahren. Sobald die Salatpflänzchen ihre ersten zarten Triebe zeigen, beginnt aber auch der Kampf gegen die Schnecken. Wir haben für euch ein paar Tipps abseits von Schneckenkorn und Co. parat.

Der Salat im eigenen Garten würde gerade so schön wachsen, doch praktisch über Nacht ist nur noch ein Häufchen Elend von ihm übrig. Der Übeltäter ist bekannt: Die Schnecke.

Schneckenkorn: Wirksam, aber hochgiftig

Schneckenkorn gilt zwar als besonders wirksame Waffe gegenüber den schleimigen Salatdieben, aber es ist besonders gefährlich für Kinder und Haustiere. “Zwar gibt es verschiedene Mittel mit mehr oder weniger gefährlichen Inhaltsstoffen, aber auch wenn man als Alternative zum hochgiftigen Methiocarb zu Schneckenkorn mit Metaldehyd greift, muss man bedenken, dass bereits zwei Gramm dieser Chemikalie für Kinder tödlich sind”, warnt Johanna Stadler vom Verein Pfotenhilfe in einer Aussendung. Eine Vergiftung durch Metaldehyd könne bei Tieren bereits entstehen, wenn sie lediglich ihre Pfoten sauberlecken. Doch nicht nur für Mensch und Tier ist die chemische Methode schädlich – die Giftstoffe sickern in den Erdboden und belasten so die Umwelt.

Und auch das als unbedenklich eingestufte Ferramol hat einen großen Nachteil: “Es tötet unselektiv alle Schnecken, egal ob sie im Garten Schäden anrichten oder nicht”, gibt Manuela Lanzinger, Gartenexpertin von die umweltberatung, zu bedenken.

Hier haben wir die besten Alternativen zusammengefasst:

Schneckenzaun rund ums Beet

Metallzäune werden etwa zehn Zentimeter tief in den Boden versenkt und sollten rund 15 bis 20 Zentimeter aus der Erde herausragen. Über den Zaun dürfen keine Pflanzenteile hängen, da Schnecken diese als Brücke nutzen könnten. Nachteil: Bei größeren Beeten kann diese Methode ganz schön ins Geld gehen.

Ebenso können elektrische Zäune das Saatgut vor einer Schneckeninvasion schützen, doch laut einem bereits älteren Testbericht des Magazins Konsument sind diese besonders empfindlich gegen Feuchtigkeit.

Altbewährte Hausmittel gegen Schnecken

Omas Ratschlag zufolge können Schnecken durch einen breiten Streifen zerkleinerter Eierschalen, Asche oder Kalk vom Salat ferngehalten werden. Die Abwehrmethode beruht darauf, dass die Tiere ungern über trockene Oberflächen kriechen. Je trockener eine Oberfläche ist, desto mehr Schleim müssten sie zur Fortbewegung produzieren. Nachteil: Das nächste Sommergewitter kommt bestimmt, so wird der Abwehrstreifen feucht – und mit der Feuchtigkeit kommen erst recht viele Schnecken.

Absammeln – und dann?

Wer seinen Salat nicht teilen will, sollte sich mit einem Kübel bewaffnen und den Lieblingsplätzen der Schnecken (feucht und dunkel) täglich einen Besuch abstatten. Die beste Zeit ist untertags, da ruhen die Tiere. Besonders effizient ist das Absammeln in Erdspalten und Ritzen.

Werden die Schnecken eingesammelt, stellt sich die Frage, wohin mit ihnen? Über dieses Thema spricht zwar niemand gerne, dennoch ist es unumgänglich. Die Schnecken sollten aber nicht eingesalzen oder angezündet werden, denn das bringt ähnlich wie das Schneckenkorn langes Leiden mit sich. In kochendes Wasser einlegen oder das Durchschneiden mit Messer oder Schere sind Methoden, bei denen die Tiere nicht sehr lange leiden müssen.

Sie ersparen das Absammeln: Laufenten

Wer einen mit Maschendraht eingezäunten Garten und Liebe zu Tieren hat, könnte sich auch Laufenten halten. Diese sind nicht nur lustig zu beobachten, sondern auch sehr effizient beim Fressen.

Auch Erdbeeren sind bei Schnecken besonders beliebt./Bilderbox Auch Erdbeeren sind bei Schnecken besonders beliebt./Bilderbox ©

Weitere Tipps:

  • Morgens statt abends gießen, denn Schnecken sind in der Nacht, wenn‘s feucht ist, besonders aktiv.
  • Ein Holzbrett zwischen den Gemüsebeeten dient Schnecken als Versteck. Sie können einfach von der Unterseite abgesammelt werden.
  • Nur dünne Mulchschichten aufbringen, um keine zusätzlichen Verstecke zu schaffen.
  • Ein richtig platzierter Komposthaufen kann Schneckenattacken aufs Gemüsebeet verhindern.
  • Die richtige Pflanzenauswahl hilft: So mögen Schnecken beispielsweise weder Iris-Arten noch Löwenmäulchen, Phlox, Ysop, Zwiebel, Zitronenmelisse oder Lavendel. Rotblättrige Salatsorten sind genauso unbeliebt wie Rucola, Rhabarber, Erbsen und Roter Fingerhut.
  • Bei Schnecken beliebte Früchte wie z.B. Erdbeeren wachsen auch im Topf oder Blumenkisterl sehr gut und können so an einen schneckensicheren Platz gestellt werden.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Erdbeben in Mexiko: Salzburger... +++ - Maria Alm: 55-Jähriger stürzt ... +++ - Salzburgs Seilbahnen bereit fü... +++ - Verhüllungsverbot: Algerier wi... +++ - Salzach-Radweg nach Bergheim b... +++ - 34-Jähriger sticht im Verfolgu... +++ - Österreich beim öffentlichen V... +++ - Was sind die beliebtesten Mark... +++ - Weiterhin keine Spur vom Altwe... +++ - Adnet: Hochwasserschutz Seiden... +++ - Husten, Fieber und Durchfall: ... +++ - Schutzgebietsbetreuung in Weng... +++ - Eugendorf: 41-Jähriger bedroht... +++ - Das war der Auftaktabend am Ru... +++ - Lieferinger Tunnel: Schwerer A... +++
3Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel