Die meisten Alko-Unfälle passieren im Lungau und Pongau

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Ein Alkounfall in St. Veit im November.
Ein Alkounfall in St. Veit im November. - © Pressefotopongau/MW
Bei den Verkehrsunfällen unter Alkohol-Einfluss gibt es in Salzburg regional große Unterschiede. Am niedrigsten ist der Anteil der Alkounfälle in der Stadt Salzburg, am höchsten im Lungau und Pongau. Mit mehr Discobussen und Bahnverbindungen am späteren Abend soll die Zahl der Alkounfälle verringert werden, fordert der Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

In Salzburg ist in der Landeshauptstadt mit 5,2 Prozent der Anteil der Alko-Unfälle am niedrigsten, vor dem Bezirk Hallein (5,7 Prozent) und Salzburg Umgebung (5,9 Prozent), informiert der VCÖ.

Schlechtere Anbindung mit Öffis, mehr Alkounfälle

Das öffentliche Verkehrsangebot in den Städten sowie die Möglichkeit mit dem Taxi oder zu Fuß nach Hause zu kommen sind die Hauptgründe für den niedrigeren Anteil von Alkounfällen in den Städten, stellt der VCÖ fest.

Lungau: Jeder zehnte Unfall mit Alkohol im Spiel

Am höchsten war der Anteil der Alkounfälle in Salzburg in den Bezirken Tamsweg (9,8 Prozent) und St. Johann im Pongau (8 Prozent), informiert der VCÖ. Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum bei 815 Alkounfällen in Salzburg 1.046 Personen verletzt, 17 Menschen kamen ums Leben. Keinen tödlichen Alko-Unfall gab es lediglich im Bezirk Hallein. Im Pongau waren sechs Todesopfer wegen Alko-Lenker zu beklagen, das ist österreichweit im Bezirke-Vergleich die höchste Anzahl an Todesopfern, macht der VCÖ aufmerksam.

„In dünner besiedelten Regionen fehlt es an öffentlichen Verkehrsangeboten, besonders am Abend und in der Nacht. Hier braucht es mehr Nachtbusse und Anrufsammeltaxis“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

VCÖ: Strafen sollen in Nachtbusse investiert werden

Häufig scheitern diese für die Verkehrssicherheit wichtigen Angebote an der Finanzierung. Deshalb schlägt der VCÖ vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Anrufsammeltaxis, Nachtbussen und Gemeindebussen zweckgewidmet wird. Zudem sind zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ortsgebiet sichere Gehwege zu errichten. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wenn Personen in der Nacht entlang einer Freilandstraße nach Hause gehen.

Viele Alkounfälle im Dezember

Im vergangenen Dezember betrug der Anteil der Alko-Unfälle im Land Salzburg 8,0 Prozent und lag damit deutlich über dem Jahresschnitt von 6,0 Prozent. Bei 17 Alko-Unfällen im Dezember wurden 27 Personen verletzt. Adventzeit ist auch Punschzeit. Aufgrund der Süße wird die Wirkung von Punsch oft unterschätzt. Zudem kann der Alkoholgehalt je Punsch und Punschstand stark variieren. Deshalb die Devise „Don’t drink and drive“ beherzigen. Der VCÖ erinnert daran, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache.

Beim Anteil der Alko-Unfälle an den Verkehrsunfällen gibt es österreichweit ein  Land-Stadt-Gefälle und regional große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Die Stadt Wels weist mit 3,4 Prozent den niedrigsten Anteil von Alko-Unfällen im Untersuchungszeitraum 2013 bis 1. Halbjahr 2017 auf, knapp dahinter liegen Graz und Wien mit jeweils 3,5 Prozent. Im Bezirk Scheibbs waren 11,4 Prozent der Verkehrsunfälle Alko-Unfälle, das ist österreichweit der höchste Wert.

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