Peilt mit den Bulls den Silverbowl an: Stefan Schubert. - © Saller
Stefan Schubert hat schwere Zeiten hinter sicher. Der heute 30-Jährige musste 2005 aufgrund von drei Kreuzbandrissen innerhalb kürzester Zeit seine Karriere beenden. Bis dahin war seine sportliche Laufbahn von zahlreichen Erfolgen geprägt. Der Gewinn des Meistertitels mit den Graz Giants 1998 sowie des Europapokals 2002 waren zwei Höhepunkte in der Karriere des ehemaligen Nationalspielers.
Nach einem Jahr als Manager und Nachwuchstrainer beim Erstligisten Hohenems Blue Devils kehrte er nun in seine Heimat zurück und betreut in dieser Saison die Salzburg Bulls als Trainer. “Ich habe hier mit dem Football begonnen. Der Kontakt zu Manager Alexander Narobe ist nie abgerissen. Die Arbeit in diesem Verein bietet mir die Möglichkeit, mich im Trainergeschäft zu beweisen”, so Schubert.
Neben der sportlichen Herausforderung spielten zwei weitere Faktoren eine wichtige Rolle bei seiner Entscheidung. “Meine Freundin wohnt hier”, erzählt der studierte Informationsdesigner, der in der Design- und Werbeabteilung einer Tiernahrungs-Firma arbeitet. Zudem sei er ein großer Fan der Salzburger Austria, “da bleibt man nicht allzu gerne in der Ferne, ich werde im Frühjahr regelmäßig die Spiele in Maxglan besuchen”.
Die Salzburg Bulls sind seine erste Station als Coach. Nach einer verkorksten Saison 2008 herrscht nun Aufbruchstimmung. Gemeinsam mit den Neuzugängen Lukas Miribung, Benedikt Brugnara sowie Marko Radovanovic vom Europacupsieger Swarco Raiders peilt man den Gewinn der Silverbowl, dem Titel der zweithöchsten Liga Österreichs, an. “Das Team ist sehr intelligent, was Taktik und Spielverständnis betrifft. Ich muss nicht immer alles wiederholen, das meiste sitzt beim ersten Mal”, resümierte er nach den ersten Trainingseinheiten.
Der Kader sei ausgewogen, von den US-Amerikanern Kevin Jackson und Barry Thomas hat man sich getrennt. “Sie haben ihre Leistung nicht erbracht. Vor allem Kevin war alles andere als ein Teamspieler”, fällt Defensivspieler Johannes Geser ein vernichtendes Urteil. Dennoch wolle sich Schubert und sein Team in den kommenden Wochen nach einer weiteren Verstärkung aus den amerikanischen Gefilden umsehen. “Wir haben aber keine Eile”, so der 30-Jährige. Vorerst stehe die Vorbereitung für das erste Match in einem Monat gegen die Gladiators aus dem Burgenland an oberster Stelle.