“Die Nebel lichten sich” am Karlsplatz

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Ein Zelt, schmutziges Geschirr, loderndes Lagerfeuer und ein Auto im Leerlauf: Der Glaskubus der Kunsthalle Wien am Karlsplatz mutet derzeit wie ein verlassener Campingplatz an. “Die Nebel lichten sich” ist der vielversprechende Titel der Installation, die Leander Schönweger ausgehend von seiner mit dem Preis der Kunsthalle Wien ausgezeichneten Diplomarbeit ab Mittwoch zeigt.


Im Juli war dem 1986 im italienischen Meran geborenen und in Wien lebenden Künstler von der Kunsthalle Wien und der Universität für angewandte Kunst für “The Creator has a Master Plan” der Preis der Kunsthalle Wien 2014 zugesprochen worden. Die nun bis 16. November zu sehende Installation sei keine direkte Adaption von Schönwegers Abschlussarbeit, weise aber inhaltliche Parallelen auf, wurden doch beide Installationen explizit für den jeweiligen Ausstellungsraum geschaffen. “Ich denke den Raum immer mit”, wird Schönweger in den Unterlagen zur Ausstellung zitiert. “Selbst wenn es keinen realen Raum gibt, denke ich meistens an einen hypothetischen Raum.”

“Was ist geschehen? Und warum?” lauten die Fragen, die angesichts des menschenleeren Camping-Settings aufgeworfen werden. Der Titel “Die Nebel lichten sich” ziele dabei weniger auf die Klärung dieser Fragen ab, sondern stehe mehr für die mögliche Intention des Künstlers, “dass nämlich vieles, das erklärbar wäre, ungeklärt belassen, gar verklärt wird”. Das Gesehene wird weder erläutert noch gedeutet, stattdessen wird die Interpretation der Fantasie der Betrachter überlassen, so die Kunsthalle, die Assoziationen “ins Psychologische, Phantastische und Poetische” sieht.

Der Preis der Kunsthalle Wien ist ein gemeinsames Projekt der Universität für angewandte Kunst Wien und der Kunsthalle Wien und wird seit 2002 jährlich an einen Absolventen bzw. eine Absolventin des Instituts für Bildende und Mediale Kunst vergeben. Das Preisgeld von 3.000 Euro wird heuer erstmals von hs art service austria zur Verfügung gestellt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Vorwort von Angewandte-Rektor Gerald Bast und Kunsthallen-Leiter Nicolaus Schafhausen.

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