Die Strobl-Show und ihre kuriosen Erfolgsrezepte

Strobl-Trainer Thomas Heißl erklärt die Gründe für die etlichen Jubeltrauben am Wolfgangsee.
Strobl-Trainer Thomas Heißl erklärt die Gründe für die etlichen Jubeltrauben am Wolfgangsee. - © Krugfoto
Nach zwei Meistertiteln und dem Durchmarsch in die Salzburger Liga nimmt der Erfolgslauf beim SK Strobl  kein Ende. Am Samstag musste Zell am See die Strobl-Show hinnehmen und bekam die Stärke der Wolfgangseer am eigenen Leibe zu spüren. Was ein Sport-BH und ein Spionage-Plan mit dem Höhenflug des Sensationsaufsteigers zu tun haben, verrät Trainer Thomas Heißl im SALZBURG24-Interview.




Man wird nicht per Zufall zwei Mal in Folge Fußball-Meister im Salzburger Unterhaus und schießt Zell am See mit einem 6:0-Kantersieg aus dem eigenen Stadion – der SK Strobl ist derzeit in aller Munde. Alles dreht sich um die Kicker vom Wolfgangsee und Erfolgstrainer Heißl. Der Lehrer und Trainer der Fußball-HAK in Bad Ischl nennt uns die Gründe für die Strobl-Show.

Strobl-Trainer Heißl über…

… die zwei Meistertitel: “Damit hat natürlich keiner im Verein gerechnet. Wir haben uns in einen sensationellen Rausch gespielt und sind einfach immer hungrig und ehrgeizig geblieben. Uns hat jedes Jahr das Kollektiv ausgezeichnet. Mit einem guten Mix aus Routiniers und sechs Eigengewächsen wuchs die Mannschaft über sich hinaus und sammelte nach jedem Erfolg Selbstvertrauen.”

… den Sport-BH als Schlüssel zum Erfolg: “In 25 Jahren Trainertätigkeit habe immer nach etwas gesucht, mit dem ich den Spielern sofortiges und selbständiges Feedback geben kann. Mit einem mobilen Sport-BH, der uns mithilfe eines GPS-Chips alle Leistungsdaten zur Analyse liefert, habe ich das Passende gefunden. Die Spieler können sich nach dem Spiel ihre Statistiken ansehen und miteinander vergleichen. Am ersten Training nach dem Spiel analysieren wir immer die eigenen Stärken und Schwächen. Da ich im Training die Match-Intensität erreichen will, brauche ich das Tool dazu. Dadurch erhoffe ich mir einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.” Ganz nach dem Motto: “Vorsprung durch Technik.”

Thomas Stadler (li.) und Thomas Hillebrand (Strobl-Vorstandsmitglied) bei der FieldWiz-Auswertung./ SK Strobl Ex-Profi Thomas Stadler (li.) und David Hillebrand bei der FieldWiz-Auswertung./ SK Strobl ©

… seinen Spionage-Plan: “Zu Beginn der Saison habe ich mir einen Plan zum Beobachten der Gegner erstellt. Ich will vor jedem Duell die gegnerische Mannschaft persönlich analysieren und das Spiel darauf ausrichten. Mittels Videoanalyse zeige ich meinen Spielern die Stärken der Kontrahenten sowie den Schwerpunkt unseres Spiels. Jeden Dienstag wird kurz über das anstehende Spielsystem gesprochen und das Training auf den kommenden Gegner angepasst. ”

Thomas Stadler, David Hillebrand, Trainer Thomas Heißl (v.l.n.r.) bei der Videoanalyse./ SK Strobl Thomas Stadler, David Hillebrand und Trainer Thomas Heißl (v.l.n.r.) bei der Videoanalyse zum 6:0-Schützenfest gegen Zell am See./ SK Strobl ©

… die verschiedenen Spielsysteme: “Bei übermächtigen und vermeintlich stärkeren Mannschaften konzentrieren wir uns auf die Balleroberung und das Umschaltspiel. Ziel ist es, den Gegner bei Unordnung gezielt auszuspielen und schnell vor das Tor zu kommen. Bei Teams auf Augenhöhe legen wir den Fokus auf einen kontinuierlichen Spielaufbau und versuchen den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Die dritte Möglichkeit lautet, so wie wir es bei Austria Salzburg gemacht haben, die Schlüsselspieler so gut es geht aus dem Spiel zu nehmen.”

… seine Lebensversicherung: “Thomas Stadler, den ich im Nachwuchs in Bad Goisern schon trainiert habe, zählt sicherlich zu den wichtigsten Stützen innerhalb der Mannschaft. Er ist ein Leader und mein verlängerter Arm. Besonders bemerkenswert ist es, dass er nicht nur herumsteht, sondern laut Statistik die meisten Sprints vorzuweisen hat – und das, obwohl er mit seinen 31 Jahren der älteste Spieler der Mannschaft ist.”

…die Ziele von Strobl: “Das Ziel des Vereins ist es, dass die Spieler Erfahrung in dieser Liga sammeln und sich weiterentwickeln können. Wir haben in den ersten sechs Runden gemerkt, dass wir konkurrenzfähig sind und mithalten können. Wenn wir den Glauben an uns selber weiterhin aufrecht erhalten, ist noch vieles möglich.

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