Diesel-Boom in Salzburg: Hohe Schadstoffbelastung

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Im Schnitt verursachen Diesel-Pkw sieben Mal so hohe Stickoxid-Emissionen wie der Grenzwert vorschreibt.
Im Schnitt verursachen Diesel-Pkw sieben Mal so hohe Stickoxid-Emissionen wie der Grenzwert vorschreibt. - © Bilderbox/Symbolbild
In Salzburg fahren fast zwei Drittel der neu zugelassenen Pkw mit Diesel. Doch der Diesel-Boom ist schlecht für die Luftqualität, der Treibstoff verursacht sieben Mal mehr gesundheitsschädliche Stickoxide als der Grenzwert vorschreibt.

Das ergab eine ICCT-Studie. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass große SUV fast ausschließlich mit Diesel fahren, während Kleinwagen vor allem Benziner sind. Der VCÖ kritisiert, dass der gesundheitsschädliche Diesel niedriger besteuert wird als Benzin.

Neuzugelassene Pkw fahren großteils Diesel

62,6 Prozent der seit Jahresbeginn in Salzburg neuzugelassenen Pkw fahren mit Diesel. Damit hat Salzburg im Bundesländer-Vergleich den höchsten Anteil an Diesel-Pkw, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Für den Diesel-Boom seien aber nicht die privaten Haushalte verantwortlich. Nur 29 Prozent der neuen Diesel-Pkw werden auf private Haushalte zugelassen, aber 71 Prozent auf „juristische Personen“, das sind Unternehmen, Organisationen oder öffentliche Stellen.

Hohe Stickstoffemissionen bei Diesel

15 verschiedene neue Diesel-Pkw Modelle (Abgasnorm EURO 6) wurden getestet: Im Schnitt verursachten sie sieben Mal so hohe Stickoxid-Emissionen wie der Grenzwert vorschreibt. Ein Fahrzeug hat den Grenzwert sogar um das 23,5 fache überschritten. Stickoxide sind ein Reizgas und können Atemwegserkrankungen verursachen. Vor allem für Kinder, die im Wachstum sind, und für ältere Menschen sind Stickoxide sehr gesundheitsschädlich. Die stark erhöhten Stickoxidwerte wurden übrigens nicht bei „extremen“ oder „untypischen“ Fahrsituationen festgestellt.

Hoher Diesel-Anteil bei teuren Modellen

Die VCÖ-Analyse zeigt, dass in Salzburg der Diesel-Anteil bei den großen und teuren Modellen besonders hoch ist. So fahren rund 83 Prozent der neuzugelassenen Pkw der Oberklasse mit Diesel, bei den großen SUV beträgt der Anteil sogar rund 93 Prozent. Hingegen fahren nur 18 Prozent der Kleinwagen mit Diesel. Trotz der hohen Gesundheitsschädlichkeit der Dieselabgase ist die Mineralölsteuer auf Diesel in Österreich um 8,5 Cent pro Liter niedriger als auf Benzin, macht der VCÖ aufmerksam.

 

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