Schnell habe sich bei einer Veranstaltung der nationalistischen deutschen Rechtspartei “Die Republikaner” im Juni 2008 in Rosenheim darüber mokiert, dass “mittlerweile der Schwarzafrikaner in Lederhose in München die Maß bringt”. Bei einer weiteren Veranstaltung der Republikaner Ende August 2008 habe der Landesparteiobmann der Freiheitlichen wieder gegen Randgruppen der Gesellschaft gewettert. Dies belege ein weiterer Sager von Karl Schnell: “Wenn man bei uns im Land etwas bekommen will, muss man schwarz oder schwul sein.”
Wolfgang Hirner, Geschäftsführer der Salzburger GRÜNEN, sind “derartige rassistische und homophobe Aussagen absolut inakzeptabel”. Ein Politiker, der sich auf Veranstaltungen einer extrem nationalistischen deutschen Rechtspartei mit derartigen verbalen Attacken zu Wort melde, “gehört nicht in die Salzburger Landesregierung”, so Hirner.
Den Versuch der Landeshauptfrau, den Salzburger FPÖ-Mann abgekoppelt von der Bundes-FPÖ zu betrachten, schätzt Hirner als “rein wahltaktisches Manöver” ein: “Abgesehen von den verbalen Ausrutschern, die Schnell selbst hinlegt, kann es der Landeshauptfrau ja wohl nicht entgangen sein, wie intensiv die Verbindung zwischen der Salzburger FPÖ und Bundesparteichef Strache ist. Schnell und seine Salzburger Truppe stehen voll und ganz hinter der Strache-FPÖ.”
Der Geschäftsführer der Salzburger Grünen fordert Landeshauptfrau Gabi Burgstaller daher auf, eine Rot-Blaue Koalition auszuschließen und sich von FPÖ-Chef Karl Schnell wegen seiner rassistischen Aussagen zu distanzieren. “Ein Landesrat Schnell wäre eine Schande für Salzburg”, so Hirner.