DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy

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Neue Ergebnisse im Fall Peggy
Neue Ergebnisse im Fall Peggy - © APA (dpa)
Spektakulärer Fund im Fall Peggy in Deutschland: Am Fundort der Leiche des 2001 verschwundenen und getöteten Mädchens sind DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt gefunden worden. Das teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstagabend mit. Zuerst hatte die “Bild”-Zeitung darüber berichtet.

Die DNA-Spuren Böhnhardts sind nach Angaben der Ermittler an einem Gegenstand gefunden worden. Das sagte Oberstaatsanwalt Harald Potzel am Donnerstagabend in Bayreuth. Nach “Spiegel”-Informationen handelt es sich dabei um ein Stück Stoffdecke. Der Bayerische Rundfunk berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, dass es sich um ein Stück Stoff von der Größe eines Fingernagels handele. Demnach war am Nachmittag nach einem Abgleich von Datenbanken durch die Rechtsmedizin ein entsprechender Treffer gemeldet worden.

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EIL: NSU-Terrorist: DNA von Uwe Böhnhardt an sterblichen Überresten von Peggy gefunden. https://t.co/Gbc6a4ia0p

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Update: Laut Staatsanwaltschaft Bayreuth befand sich die DNA-Spur nicht am Skelett des Mädchens, sondern an einem Gegenstand am Fundort. https://t.co/LJ6EAT93zR

Zusammenhang zwischen Peggy und Böhnhardt noch unklar

Wie die Behörden weiter mitteilten, waren am Fundort zahlreiche Spurenträger sichergestellt worden, die derzeit untersucht werden. Noch ist unklar, in welchem Zusammenhang die dabei gefundene DNA-Spur Böhnhardts steht und ob sie in Verbindung mit dem Tod von Peggy steht.

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Bestätigung der Polizei Oberfranken:#Böhnhardt s Dna an Skelett von #Peggy

Neunjährige Peggy im Jahr 2001 verschwunden

Die damals neunjährige Peggy war 2001 im bayerischen Lichtenberg verschwunden. Am 2. Juli dieses Jahres wurde ihr Skelett in einem Waldstück in Thüringen gefunden – nur rund 15 Kilometer von Peggys Heimatort entfernt.

Böhnhardt starb 2011 – mutmaßlich durch Schüsse seines Mittäters Mundlos, bevor dieser sich selbst tötete. Die Rechtsextremisten Uwe Mundlos, Böhnhardt und Beate Zschäpe sollen laut Bundesanwaltschaft jahrelang unerkannt gemordet haben. Das Trio aus Jena tauchte demnach nach einer Razzia in seiner Bombenwerkstatt 1998 ab und gründete die Terrorgruppe. In München läuft seit mehr als drei Jahren der Prozess gegen Beate Zschäpe – als einzige Überlebende des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds.

(APA/dpa)

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