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Do it Yourself goes Upcycling

Was heute so trendig benamst wird, haben unsere Großmütter aus dem Effeff beherrscht: das Basteln und Wiederverwerten. In Zeiten des programmierten Verfallsdatums bei gleichzeitiger Ressourcenknappheit gewinnt kreative Müllverwertung wieder an Bedeutung – und macht Spaß!

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In der Küche ist Resteverwertung eine ständige Herausforderung. Da wird aus einer alten Semmel die Panier für’s Wiener Schnitzel, aus verschiedenen Schweins- und Rindfleisch-Überbleibseln ein Tiroler Gröstl und aus verschmähtem Reis ein Gemüse-Risotto. Und wo man zwischen Töpfen und Pfannen Kreativität entwickelt, sollte man bei Abfall nicht stoppen.

„Upcycling“ ist das Modewort schlechthin. Während „Recycling“ die Wiederverwertung ohne zusätzlichen Energieaufwand meint, entsteht bei Upcycling etwas Neues, Schickes, etwas mit neuem Wert! Verwendete man früher beispielsweise alte Leintücher oder T-Shirts als Putzfetzen, entstehen heute aus den Stoffstreifen originelle Häkelteppiche. Wurde früher eine Weinkiste als Brennholz verwendet, bastelt man heute darauf lustige Wandregale. Und das ganz einfach.

Man befreit die Kisten von Klammern und lackiert sie in einer poppigen Farbe. Wer es noch bunter mag, bezieht die innenliegende Unterseite mit einem lustigen Stück Tapete. Dann braucht es nur noch zwei Aufhängungen, und fertig ist die Aufbewahrungsstätte für Fotorahmen, Bücher und Nippes.

Wer Altglas zum Container bringt, ist ein guter Umweltschützer. Dass die durchsichtigen Behälter aber auch in den eigenen vier Wänden nützlich-schick sein können, beweisen Designer wie Christian Lessing, der 20 Flaschen und Stahl dazu verwendet, aus einer Lampe eine Leuchtskulptur zu machen. Wer weniger begabt ist, kann im Baumarkt eine bunte Plastikschnur kaufen, sie mittels Heißkleber rund um den Bauch schlängeln und damit eine maßgeschneiderte Vase bekommen.

© Bezugsquelle: shop.HOKOHOKO.com

Post-Its sind eine praktische Sache, zumal man sie überall ankleben kann. Manche Büroarbeiter sind bereits dazu übergegangen, aus den gelben Zetteln Kunstwerke an ihren Fenstern zu formen und damit ihren Beitrag zur Behübschung des Außenraums beizutragen. Wer zuhause gedankliche Unterstützung braucht und dabei noch ästhetischen Gesichtspunkten genügen will, kann das mit einem Eimer farbiger Tafelfarbe erreichen. Man klebt ein Stück Wand mit einem Kreppband ab und bemalt die Fläche mit der Farbe. Nach dem Trocknen kann man nach Lust und Laune seine Gedankenstützen darauf malen – auch für andere Familienmitglieder! Und bleibt noch etwas Farbe übrig, kann man damit langweilig gewordene Blumentöpfe, schlichte Flaschen oder Eimer bestreichen und beschriften.

Im Laufe eines durchschnittlichen Erwachsenenlebens sammelt sich eine Unmenge von Dingen an, die oft nur mehr sentimentalen Wert besitzen. Warum diesen nicht durch eine ungewöhnliche Verwendung „upcyclen“? Etwa das alte Skateboard, das einem zwar die Gewissheit gibt, was für ein wilder Hund man als Jugendlicher war, aber das langsam in der Garage vor sich hinstaubt.

Man schraubt die Räder ab und ersetzt sie durch Abstandhölzer. Dort bohrt man Löcher auf Aufhängungen hinein, während man an der bunten Vorderseite Vertiefungen für stylishe Halterungsknöpfe aus dem Möbelhaus oder vom Flohmarkt anbringt. Und schon ist die höchst individuelle Garderobe fertig!

Apropos wilder Hund oder wilde Henne. In Zeiten von iPod und Co. tümpeln viele Schallplatten traurig in den privaten Archiven herum – ohne Chance wieder auf einem Plattenteller zu landen. Sie aus den, zugegebenermaßen oft originellen Covers ans Tageslicht zu holen, gelingt dann, wenn man daraus beispielsweise eine Obstschüssel macht. Dafür benötigt man zwei Schüsseln und einen Backofen mit Backblech. Man stellt die kleinere Schüssel verkehrt herum auf das Backblech. Dann legt man die Platte mittig auf die Schüssel und schiebt das Ganze bei 100 Grad in den Backofen. Nach zehn Minuten hat sich die Schallplatte verformt und kann den Ofen verlassen. Um die Form zu behalten, wird die zweite Schüssel darüber gestülpt. Dann nur mehr abkühlen lassen und befüllen. Johnny Cash hütet dann plötzlich Äpfel und Bananen.

Dieser Artikel wurde Ihnen zur Verfügung gestellt von BAR – Ihrem Spezialisten für Büros in Wien



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