Drei Millionen Südsudanesen auf der Flucht vor Gewalt

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1,1 Millionen Menschen seien außer Landes geflohen
1,1 Millionen Menschen seien außer Landes geflohen - © APA (AFP)
Drei Millionen Südsudanesen sind nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen auf der Flucht vor Gewalt in dem von einem Machtkampf erschütterten Staat. Rund 1,9 Millionen Menschen suchen in anderen Landesteilen Schutz. 1,1 Millionen Menschen seien außer Landes geflohen, erklärte die UN-Organisation für Nothilfekoordination (OCHA) am Montag.

Das sind rund 200.000 Menschen mehr als noch in der letzten UN-Schätzung von Anfang November. Die Gewalt im Südsudan war im Juli erneut ausgebrochen. Seither wird zwar kaum offen gekämpft, es kommt aber immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen. In Uganda kommen seither jeden Tag Tausende neue Flüchtlinge aus dem Südsudan an. Das ostafrikanische Land beherbergt inzwischen rund 500.000 Südsudanesen. Je eine Viertelmillion Menschen haben in Äthiopien und im Sudan Zuflucht gefunden.

Im Südsudan war infolge eines Machtkampfes zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar Ende 2013 ein blutiger Bürgerkrieg ausgebrochen. Zehntausende fielen dem Konflikt zum Opfer. Die Vereinten Nationen warnten unlängst vor der Gefahr eines Völkermordes in dem ostafrikanischen Krisenstaat.

(APA/dpa)

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