Drei tödliche Motorradunfälle in sechs Stunden: Wichtige Sicherheitstipps im Überblick

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Am Walserberg kam es am Donnerstag zu einer Tragödie.
Am Walserberg kam es am Donnerstag zu einer Tragödie. - © Neumayr/MMV
Eine erschütternde Bilanz: Drei tote Motorradfahrer innerhalb von nur sechs Stunden in Salzburg, dem angrenzenden Bayern und Oberösterreich. Aus diesem Grund wollen wir hier für euch die wichtigsten Sicherheitstipps für Biker noch einmal zusammenfassen.

Österreichweit gab es im Jahr 2016 insgesamt 3.029 Motorradunfälle, 72 davon mit tödlichem Ausgang. Am Donnerstag gab es auf der A1 am Walserberg, am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) und in Bischofswiesen (Lkr. BGL) gleich drei tödliche Verkehrsunfälle. Alle drei Lenker erlagen an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Jener Motoradfahrer, der am Walserberg gegen einen Lkw gekracht war, verbrannte. Seine Identität war auch einen Tag nach dem Crash noch nicht geklärt.

Die wichtigsten Sicherheitstipps für Biker im Überblick

Faustregeln sind gegenseitige Rücksichtnahme und ein zweiter Blick, um auf Nummer sicher zu gehen – wie dieses eingängig inszenierte Video erklärt.

Gängige Fehler der Autofahrer

  • Kontrollblicke sind zu flüchtig: Lieber ein zweites Mal schauen, Motorräder sind leicht zu übersehen, so ein Tipp des ADAC, des deutschen Schwesterklubs des Öamtc.
  • Geschwindigkeit der Bikes wird unterschätzt.
  • Platz: Motorräder brauchen auf kurvenreichen Strecken gleich viel Platz wie Autos.
  • Hektik: Gelassen bleiben, wenn man überholt wird. Motorräder brauchen dafür oft weniger Platz, als man als Autofahrer glaubt.

Häufige Fehler bei Bikern

  • Blindes Vertrauen in den eigenen Vorrang: Auch wenn man im Recht ist, soll man sich immer vergewissern, was andere Verkehrsteilnehmer machen. Bei Kreuzungen soll man bremsbereit bleiben.
  • Zu schnell unterwegs: 20 km/h können den Unterschied zwischen fatalem Crash und gerade noch rechtzeitig bremsen ausmachen.
  • Unvorsichtiges Überholen: Vor allem in Kolonnen können Autos unvorhergesehen zum Überholen ausscheren.
  • Zu wenig Abstand: Der Bremsweg kann bei Motorrädern auch unter Idealbedingungen 15 Prozent länger sein als bei Autos. Also: Abstand halten.
  • Fehleinschätzung des eigenen Könnens: Gerade nach der Winterpause überschätzt man oft das eigene Können.

Motorrad-Check

Auch die Technik des Motorrades ist wichtig für die Sicherheit auf der Straße.

  • Elektrik: Beleuchtung, Blinker, Bremslicht und Hupe müssen überprüft werden, heißt es vom Öamtc.
  • Reifen: Luftdruck und Profil gehören kontrolliert. Ist zu wenig oder zu viel Luft im Pneu oder das Profil abgefahren, kann es schnell gefährlich werden.
  • Bremse in einer sicheren Situation checken, sie sollten ordentlich zupacken. Bremsbeläge sind meist nach drei Jahren hinüber.
  • Kette und Kettenspannung: Die Spannung zwischen Kettenrad und Ritzel muss passen, die Kette darf sich außerdem nicht zu weit vom Zahnkranz heben lassen, sonst muss der ganze Antriebssatz getauscht werden.

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