Drei türkische Soldaten bei Angriff in Syrien getötet

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Bei der Militäroperation in Nordsyrien sind drei türkische Soldaten getötet und zehn weitere verletzt worden. Die türkische Armee teilte mit, die Soldaten seien aus der Luft angegriffen worden. Man gehe davon aus, dass das syrische Regime für den Luftangriff am Donnerstagmorgen verantwortlich sei.

Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete dagegen, die Soldaten seien bei einem Angriff der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) in der Region Al-Bab getötet worden. Der IS verfügt über keine Luftstreitkräfte. Die syrische Luftwaffe fliegt normalerweise Angriffe nur in anderen Teilen des Bürgerkriegslandes.

Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die IS-Terrormiliz sei für den Angriff verantwortlich gewesen. Die Menschenrechtler sitzen in England, beziehen ihre Informationen jedoch von einem Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

Der Angriff ereignete sich nach Armeeangaben um 3.30 Uhr Ortszeit. Die verletzten Soldaten seien über die Grenze in die Türkei gebracht worden und würden in Krankenhäuser in den Städten Kilis und Gaziantep behandelt.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim kündigte jedenfalls Vergeltung an. “Diese Angriffe werden ganz bestimmt heimgezahlt werden”, sagte Yildirim am Donnerstag in Ankara.

Türkische Streitkräfte waren im August in Nordsyrien einmarschiert. Sie bekämpft dort im Rahmen ihrer Operation “Schutzschild Euphrat” den IS, aber auch die Kurden-Milizen der YPG. Die YPG ist der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und kämpft ihrerseits mit westlicher Unterstützung gegen den IS.

(APA/dpa/ag.)

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