Drei weitere Ebola-Verdachtsfälle in Madrid

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Weitere Personen sollen sich angesteckt haben
Weitere Personen sollen sich angesteckt haben
In Spanien befinden sich neben einer Krankenschwester drei weitere Menschen wegen des Verdachts auf Ebola im Krankenhaus. Dabei handle es sich um den Ehemann der Pflegerin, eine weitere medizinische Fachkraft sowie einen Reisenden aus einem der westafrikanischen Länder, in denen die Seuche grassiere, teilte die behandelnde Klinik in Madrid am Dienstag mit.

Die Krankenschwester gilt als erster Mensch, der sich in Europa mit der zumeist tödlichen Krankheit infizierte. Sie hatte einen an Ebola erkrankten spanischen Priester betreut, der vor zwei Wochen zur Behandlung aus Sierra Leone nach Madrid gebracht worden war und dort wenige Tage später verstarb. Die Krankenschwester hatte seitdem Urlaub. In der Zeit habe sie Madrid aber nicht verlassen, teilte die Klinik mit. Insgesamt seien 22 Personen ermittelt worden, die Kontakt zu der erkrankten Krankenschwester gehabt hätten.

Bereits 3.500 Ebola-Tote

In Westafrika geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von mittlerweile mehr als 3.500 Ebola-Toten aus. Insgesamt waren bis Freitag 7.492 Krankheitsfälle gemeldet. Betroffen sind vor allem Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Fall in Salzburg unbestätigt

Im Fall jenes 15-Jährigen aus Liberia, dessen Ergreifung zur Auslösung des Ebola-Alarmplanes am Salzburger Landeskrankenhaus geführt hat, ist ein Ebola-Verdachtsfall weiterhin nicht bestätigt. Der junge Mann habe bei der Einlieferung ins Krankenhaus keine Symptome aufgewiesen, er habe auch kein Fieber gehabt, sagte der Vorstand für Innere Medizin 3, Richard Greil, am Dienstagnachmittag.

Ebola-Alarm in Norwegen

Eine an Ebola erkrankte norwegische Mitarbeiterin der Organisation Ärzte ohne Grenzen kam indes am Dienstag zur Behandlung in Oslo an. Das norwegische Fernsehen zeigte Bilder von der Ankunft eines Krankenwagens am Universitätsklinikum. Die Frau hatte sich bei einem Ebola-Hilfseinsatz in Sierra Leone mit dem Virus angesteckt – woran, war zunächst unklar.

Tests am Sonntag hatten die Infektion bestätigt. Anschließend war die Frau ausgeflogen worden. In der Osloer Klinik solle die Helferin die weltweit letzte verfügbare Dose des experimentellen Medikaments “ZMapp” bekommen, meldete das norwegische Fernsehen unter Berufung auf den medizinischen Direktor des staatlichen Arzneimittelwerks, Steinar Madsen. (APA)

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