Dreiste Trickdiebe schlagen in Salzburg erneut zu

Die Polizei fahndet bereits intensiv nach den Trickdieben. (Symbolbild)
Die Polizei fahndet bereits intensiv nach den Trickdieben. (Symbolbild) - © APA/HELMUT FOHRINGER
Schon wieder sind in Salzburg zwei Männer Opfer von Trickdieben geworden. Bereits seit einiger Zeit bestehlen die Täter ihre Opfer mit der immer gleichen Masche: Sie bitten um Spenden für einen wohltätigen Zweck und bedanken sich dann überschwänglich. Die Polizei warnt ausdrücklich vor den Betrügern.

Am Freitagvormittag bat eine Frau einen Pensionisten in Hallwang (Flachgau) um eine Spende für einen Rollstuhl. Die Frau hatte auch einen Zettel mit Unterschriften dabei. Der Einheimische saß in seinem Auto und gab ihr Bargeld. Daraufhin beugte sich die Bittstellerin über das offene Seitenfenster des Autos und bedankte sich überschwänglich mit einer Umarmung für die Spende.

Mehrere hundert Euro gestohlen

Wenig später bemerkte der Pensionist, dass im mehrere hundert Euro Bargeld aus der Geldbörse gestohlen wurden. Die Täterin beschreibt er als sehr schlank, zwischen 25 und 30 Jahre alt und etwa 160 bis 165 Zentimeter groß. Sie habe braune Augen und trug einen beigen Anorak, gab der Pensionist bei der Polizei an.

350 Euro in St. Johann geklaut

Mit derselben Masche ist ein 68-Jähriger in St. Johann im Pongau um 350 Euro erleichtert worden. Am Donnerstagmittag spielte eine vermeintlich taubstumme Frau dem Pongauer vor, dass sie Spenden für Gehörlose sammelt. Der Mann spendete zehn Euro, die Frau umarmte ihn zum Dank. Am Abend bemerkte der Mann dann, dass sie ihm 350 Euro aus der Tasche gezogen hatte. Er beschreibt die Täterin als zierlich, mit dunklem Haar und etwa 30 bis 40 Jahre alt. Sie trug einen hellgrauen Mantel und eine schwarze Umhängetasche.

Trickdiebe treiben Unwesen in Salzburg

Trickdiebe mit dieser Masche treiben seit Mitte November in Salzburg und auch in Oberösterreich ihr Unwesen. Sie schlugen etwa auch in Elsbethen und Neumarkt (Flachgau) zu, wo sie als Gruppe auftraten oder auch in Henndorf, wo eine Frau ebenfalls um Spenden für einen Rollstuhl warb. Auch in Wels ist einem Mann bei einem Trickdiebstahl die Geldbörse entwendet worden.

Täter jeweils Frauen

Bei den Täterinnen handelte es sich jeweils um Frauen, die zunächst um eine Spende fragten. Nachdem sie diese erhalten hatten, bedankten sie sich mit Küssen oder Umarmungen. Dabei versuchten die Frauen Geldtaschen oder andere Wertgegenstände an sich zu nehmen. Die Täterbeschreibungen der Frauen, die im Flachgau zugeschlagen haben, ist ähnlich wie derjenigen aus Oberösterreich: Zwischen 20 und 25 Jahren alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß, schwarze Haare.

Polizei warnt vor Trickdieben

Derzeit sei eine Gruppe von mehreren Personen verstärkt mit dieser Masche unterwegs, sagte Polizeisprecherin Eva Wenzl im Gespräch mit S24. “Wir sind dran”, meint Wenzl weiter, es gebe zahlreiche gute Hinweise. Ihr Tipp: “Vorsichtig sein, wenn sich nach einer Spende jemand überschwänglich bedankt.” Die Polizei warnt deshalb auch ausdrücklich vor Trickdiebstählen auf offener Straße.

(SALZBURG24/APA)

 

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