Drogen im Darknet bestellt: Oberösterreicher festgenommen

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Der Polizei in OÖ gelang ein Schlag gegen die Drogenszene.
Der Polizei in OÖ gelang ein Schlag gegen die Drogenszene. - © APA/GINDL
Ein Suchtgiftdealer aus Oberösterreich ist Ende September bei der Zollkontrolle eines für ihn bestimmten Pakets am Flughafen Frankfurt am Main aufgeflogen. Er hatte die Drogen im Darknet bestellt, wie die Polizei OÖ am Dienstag berichtete. In Braunau wurde zudem eine Gruppierung ausgeforscht, die jahrelang mit allerhand Drogen gedealt haben soll.

Den Zöllnern in Frankfurt kam eine Postsendung verdächtig vor, bei der Untersuchung des Inhaltes fanden sie 280 Gramm Amphetamin. Empfänger sollte ein 24-Jähriger im Bezirk Gmunden sein. Die Staatsanwaltschaft Wels ordnete bei ihm eine Hausdurchsuchung an. Die Polizei fand dort 83 Gramm Speed-Paste, 40 Gramm Kokain, eine Cannabisaufzucht mit sechs Pflanzen, eine Gaspistole und einen verbotenen Elektroschocker. Außerdem entdeckten sie 3.000 Euro Bargeld in kleinen Scheinen, sowie Verpackungsmaterial für den Suchtgifthandel.

Drogen im Darknet gekauft

Der Verdächtige gestand, dass er in den vergangenen eineinhalb Jahren mehrere hundert Gramm Suchtmittel im Darknet bestellt und weiterverkauft habe. Der Mann wurde festgenommen und in die Justizanstalt Wels eingeliefert.

Drogendealer in Braunau ausgeforscht

Durch einen Hinweis aus der Szene konnte eine in den Bezirken Braunau am Inn und Ried im Innkreis tätige Gruppierung ausgeforscht werden, die für den Verkauf von mehreren Kilogramm Suchtmitteln verantwortlich gewesen sein soll. Fünf Beschuldigte zwischen 24 und 35 Jahren stehen im Verdacht von 2012 bis 2016 insgesamt 4,5 Kilogramm Cannabiskraut, 110 Gramm Speed, 55 Gramm Kokain weiterverkauft zu haben.

Cannabisaufzucht sichergestellt

Das Marihuana wurde zum Teil in einem Indoor-Aufzuchtzelt erzeugt. Bei Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler 50 Gramm Marihuana, geringe Mengen Speed, Ecstasy und Kokain sicher. Auch die Cannabisaufzucht mit zwölf Pflanzen wurde sichergestellt. Die Beschuldigten werden bei der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis angezeigt.

(APA/SALZBURG24)

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