Sechs Tote nach Schiffbruch im Mittelmeer

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Ein Schlauchboot mit dutzenden Flüchtlingen ist am Montagabend 30 Seemeilen vor der libyschen Küste gesunken. Bisher wurden sechs Leichen geborgen worden, 114 Migranten konnten gerettet werden. Die italienischen Küstenwache in Rom koordiniert die Rettungsaktion und entsandte mehrere Rettungsschiffe.

Das Tankschiff hatte das sinkende Schlauchboot gesichtet und Alarm geschlagen. Die Rettungsaktion wurde durch hohen Wellengang erschwert.

Die Leichen befinden sich an Bord des von der humanitären Organisation “Ärzte ohne Grenzen” und der französischen Hilfsorganisation SOS Mediterranee gecharterten “MS Aquarius”. Die Überlebenden befinden sich an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, das am Dienstagabend im sizilianischen Catania eintreffen soll.

Die italienische Küstenwache hatte am Montag bei verschiedenen Einsätzen insgesamt 550 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Wie die Behörden mitteilten, waren die Flüchtlinge in völlig überfüllten Schlauchbooten von Libyen aus zur Überfahrt nach Italien aufgebrochen. Bei den Rettungseinsätzen seien auch fünf Todesopfer geborgen worden.

(APA)

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