E-Car Sharing-Pilotprojekt in 5 burgenländischen Gemeinden

Im Burgenland ist im Frühjahr im Rahmen der Dorferneuerung ein Projekt zum Thema E-Car Sharing angelaufen. Am Dienstag wurde in Siegendorf, einer von fünf Pilotgemeinden, eine Zwischenbilanz gezogen. Man habe bisher über 1.000 Fahrten mit einer Gesamtstrecke von mehr als 10.000 Kilometern registriert, erläuterte Thomas Torda, Geschäftsführer vom Projektpartner Energie Burgenland Service GmbH.

“Wir gehen davon aus, dass das sehr viel mehr werden wird”, sagte Torda. Er sei überzeugt, dass sich Elektromobilität in den nächsten Jahren durchsetzt. Ziel des Projekts sei es, Menschen, die kein Auto haben, weil sie es sich nicht leisten können oder weil sie keines wollen, Mobilität zu ermöglichen, stellte Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) fest: “Man teilt sich ein Auto, indem man es einfach nur benutzt, wenn man es braucht”. Bei einer Erweiterung des Projekts unter dem Motto: “Car Sharing – Mobilität mit reinem Gewissen” könnten überdies zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Die Energie Burgenland beschäftige sich seit März intensiv mit dem Thema Car Sharing, berichtete Torda. Mit dem Schritt in Richtung Elektromobilität trage man zur sauberen Mobilität bei. Neben Siegendorf wurden auch Neusiedl am See, Purbach, Hornstein und Großpetersdorf als Pilotgemeinden ausgewählt.

Die beteiligten Orte errichten mit Unterstützung aus Mitteln der Dorferneuerung eine E-Ladesäule. Die Energie Burgenland stellt die Fahrzeuge zur Verfügung. Interessenten können sich in der Gemeinde eine Karte holen, mit der man das Auto und die Tankstelle freischalten kann.

“Der monatliche Beitrag sind 14,40 Euro”, beschrieb der Geschäftsführer. Darin enthalten sind auch vier Stunden Fahrzeit. Wer länger fährt, zahle 3,60 Euro für jede weitere Stunde. Die Pauschale gilt unabhängig von der Zahl der gefahrenen Kilometer, auch die Benutzung der Stromtankstelle selbst sei gratis. Wer das Auto kurzfristig nutzen will, kann es über ein Webportal oder am Handy reservieren. Man brauche sich lediglich einmal zu registrieren.

Bei der Präsentation in Siegendorf seien die Leute anfangs “einmal um das Fahrzeug gekreist”, schilderte Bürgermeister Rainer Porics (SPÖ). Zu Beginn sei die Handhabung nicht so klar gewesen. Im Lauf des Jahres sei das Elektroauto dann besser angenommen worden. Dem Elektroauto werde jedoch weiterhin eine gewisse Vorsicht entgegengebracht.

Das Pilotprojekt soll in der Gemeinde im Bezirk Eisenstadt-Umgebung noch bis März oder April laufen, dann wolle man Bilanz ziehen, sagte der Ortschef. Aus Mitteln der Dorferneuerung wird E-Car Sharing mit 50 Prozent subventioniert. Am Beispiel Siegendorf betrugen die Gesamtkosten 10.960 Euro. Davon wurden 5.480 Euro gefördert, berichtete der Leiter des Referats Dorferneuerung, Wolfgang Wallner.

(APA)

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