Ebola – Geheilter Pfleger hilft wieder in Afrika

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Pooley kehrte nach Sierra Leone zurück
Pooley kehrte nach Sierra Leone zurück
Ein von Ebola geheilter britischer Pfleger ist zurück nach Westafrika gereist, um dort weiter Infizierte zu behandeln. Er wolle nun weiter gegen die Epidemie ankämpfen und “alles tun, was ich kann, um so viele unnötige Todesfälle wie möglich zu verhindern”, sagte der 29-Jährige, der am Sonntag in der Hauptstadt Freetown ankam.


Auch die an Ebola erkrankte Norwegerin ist wieder gesund: Sie wurde am Montag aus der Isolierstation entlassen. Silje Lehne Michalsen nahm an einer Pressekonferenz des Ulleval Krankenhauses in Oslo teil und sagte, sie habe sich bei ihrer Arbeit für Ärzte ohne Grenzen in Sierra Leone mit dem Ebola-Virus angesteckt. Vor zwei Wochen war sie nach Norwegen geflogen und unmittelbar isoliert worden.

Zu Details ihrer Behandlung äußerten die Ärzte sich nicht. Michalsen nutzte die Gelegenheit, auf die Dringlichkeit medizinischer Hilfe für die Menschen in Westafrika aufmerksam zu machen. Sie habe am eigenen Leib erfahren, wie schnell sich Ebola ausbreite. “Die Uhr tickt, die Todeszahlen steigen. Wir müssen handeln und wir müssen jetzt handeln”, sagte die Ärztin.

Will Pooley hatte sich als erster Brite während der aktuellen Epidemie infiziert und war im August zur Therapie in seine Heimat geflogen worden. Nach einer Behandlung mit dem experimentellen Medikament “ZMapp” in einem Londoner Krankenhaus wurde er im September geheilt entlassen.

In Spanien will der Ehemann einer Ebola-Patientin nun die Behörden verklagen. “Ich werde vor Gericht beweisen, dass die Bewältigung der Ebola-Krise ein großes Pfuschwerk war”, kündigte der Mann auf einem Video an, das eine Sprecherin der Familie der Madrider Presse übergab.

Die Pflegehelferin hatte sich bei der Behandlung eines Ebola-Kranken, der aus Westafrika nach Spanien ausgeflogen worden war, selbst mit dem Virus angesteckt. Die Frau hat die Infektion weitgehend überwunden. Wie die Expertenkommission der spanischen Regierung in der Nacht zum Montag bekannt gab, wurden bei der Pflegehelferin bei einem Test keine Ebola-Viren mehr festgestellt. Ein zweiter Test soll dies bestätigen.

“Ich bin sehr froh, dass meine Frau die Krankheit überwunden hat”, sagte der Ehemann nach Medienberichten vom Montag. “Ich werde meinen letzten Blutstropfen dafür hergeben, ihre Ehre und Würde zu verteidigen.” Einzelne Politiker hatten nach dem Bekanntwerden der Infektion indirekt der 44-Jährigen eine Mitschuld gegeben.

Der Fall in Spanien war die erste Ebola-Übertragung von Mensch zu Mensch in Europa gewesen. Der Ehemann befindet sich zur Beobachtung in der Isolierstation der Madrider Carlos-III-Klinik. Die Frau wird aber noch einige Zeit in der Klinik bleiben müssen. Die Ärzte wollen ausschließen, dass das Virus erneut auftritt. Außerdem seien die Lungen und andere Organe von dem Virus stark in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte die Sprecherin mit.

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