Ebola-Test bei Fünfjährigem in New York negativ

Akt.:
Bub bleibt auf Isolierstation des Bellevue-Spitals
Bub bleibt auf Isolierstation des Bellevue-Spitals
Der Verdacht auf Ebola bei einem fünfjährigen Buben in New York hat sich zunächst nicht bestätigt. Er sei negativ auf das Virus getestet worden, teilte die New Yorker Gesundheitsbehörde am Montag mit. Der Bub, der vor kurzem in Westafrika war, bleibe dennoch auf der Isolierstation des Bellevue Hospitals. Dort soll er nochmals auf das Virus getestet werden.


In den USA gibt es bisher vier bestätigte Ebola-Fälle. Nach dem Ausbruch der Krankheit bei einem Arzt in New York, der in Guinea Ebola-Kranke behandelt hatte, haben mehrere US-Bundesstaaten die Schutzmaßnahmen verschärft. In New York, New Jersey und Illinois müssen sich alle aus Sierra Leone, Liberia und Guinea einreisenden Risikopersonen für 21 Tage in Quarantäne begeben – das ist die Inkubationszeit bei Ebola. Die Zwangsquarantäne stößt bei den Vereinten Nationen auf scharfe Kritik. Auch die US-Regierung äußerte sich skeptisch. In den westafrikanischen Staaten sind bisher rund 5.000 Menschen an Ebola gestorben.

Eine Krankenschwester in den USA errang unterdessen im Streit um eine Zwangsquarantäne für heimgekehrte Helfer am Montag einen Sieg: Die 33-jährige Kaci Hickox aus Maine wurde aus der Isolierung entlassen, nachdem sie sich heftig über die Bedingungen beschwert hatte. Sie war die erste, bei der neue Maßnahmen zum Schutz vor einer Ebola-Einschleppung angewandt worden waren.

Die Bundesstaaten New York und New Jersey, die die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und Newark verwalten, verteidigten die Zwangsquarantäne als nötig im Kampf gegen die tödliche Krankheit. Das Weiße Haus zeigte sich skeptisch, ob das angemessen sei. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon brachte seine Besorgnis über Zwangsmaßnahmen einiger Länder im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Ebola zum Ausdruck. In einer in New York herausgegebenen Erklärung nannte Ban heimkehrende Helfer außergewöhnliche Menschen. Sie sollten keinen Einschränkungen ausgesetzt werden, die nicht wissenschaftlich verankert seien.

Hickox aus Maine hatte sich beschwert, dass sie nach ihrem Hilfseinsatz in Sierra Leone am Freitag stundenlang “verhört” und dann in einem Zelt vor der Universitätsklinik Newark untergebracht worden sei. Obwohl sie keine Symptome gezeigt habe und zwei Bluttests negativ gewesen seien, habe sie drei Wochen ohne Dusche und nur mit einer Chemietoilette ausharren sollen. Die 21 Tage gelten als maximale Inkubationszeit für Ebola. Das ist der Zeitraum zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit.

Am Montag ließ der Staat New Jersey sie gehen. “Nach Gesprächen hat sie zugestimmt, in den Bundesstaat Maine zu fahren und sie macht das privat, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln”, hieß es aus dem Büro von Gouverneur Chris Christie. Alle Tests seien negativ gewesen und in den letzten 24 Stunden habe die Frau keine Symptome der Krankheit gezeigt. Solange sie noch in New Jersey sei und auch in Maine werde sie weiter ständig untersucht.

Der Bundesstaat verteidigte zugleich seine Zwangsquarantäne. Die Frau sei in Westafrika ständig mit Ebola-Kranken zusammen gewesen und habe danach in den USA Fieber bekommen. Während der Isolierung sei sie in einem “hochentwickelten Zeltsystem” untergekommen. “In der Quarantäne wurde jede Mühe gemacht, um ihr die Zeit möglichst angenehm zu gestalten mit Zugang zu Computer, Mobiltelefon, Lesestoff und Mahlzeiten ihrer Wahl.”

Jeder Arzt oder andere Helfer, der von Westafrika kommend auf einem der internationalen Flughäfen New Yorks landet, muss seit vergangener Woche 21 Tage in Zwangsquarantäne. Darauf hatten sich die beiden Gouverneure von New York und New Jersey, Cuomo und Chris Christie, geeinigt. Der Airport Newark vor den Toren der Metropole gilt zwar als New Yorker Flughafen, liegt aber schon im Bundesstaat New Jersey. Auch Illinois (Chicago) und Florida (Miami) denken über solche Schritte nach.

New York und New Jersey hatten die Regeln am Sonntag gelockert. Nunmehr können Menschen, die keine Symptome zeigen, zu Hause in Quarantäne bleiben und sie erhalten eine Entschädigung für entgangenes Einkommen. Zweimal am Tag werden sie untersucht, Familienmitglieder dürfen bei ihnen bleiben.

Zuvor hatte Obama zu Sachlichkeit gemahnt. Maßnahmen für rückkehrende Helfer müssten auf der Basis bester medizinischer Erkenntnisse erfolgen und nicht unnötig vom Dienst abschrecken.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Verhüllungsverbot: Halloween f... +++ - Neuer Hochwasserschutz in Hütt... +++ - Streit in Flachgauer Bäckerei ... +++ - Paket mit Schmuckkollektion au... +++ - E-Auto-Ladestationen: Förderun... +++ - Transporter kippt in der Stadt... +++ - Bettelverbot: Stadt Salzburg b... +++ - Pendler in Salzburg: Mayr vers... +++ - Salzburgerin ist neue Generald... +++ - GIS-Mitarbeiter mit Eintragung... +++ - Selbstfahrendes Postauto: Pake... +++ - Zoo Salzburg: Jaguar-Weibchen ... +++ - Liste Pilz berät über Antritt ... +++ - Erster Schnee auf rund 1.000 M... +++ - Hallwang hat neue Volksschule +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen