Ebola-Verdachtsfall in USA nicht bestätigt

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Sicherheitsvorkehrungen auf der Isolierstation
Sicherheitsvorkehrungen auf der Isolierstation
In den USA hat sich ein weiterer Ebola-Verdachtsfall offenbar nicht bestätigt. Die Symptome des Mannes entsprächen nicht den Kriterien der Bundesgesundheitsbehörde CDC für Ebola, teilte das Krankenhaus in Boston am späten Sonntagabend mit. “Die Wahrscheinlichkeit einer Ebola-Infektion ist extrem niedrig.” Dennoch bleibe der kürzlich aus dem westafrikanischen Liberia eingereiste Mann in Quarantäne.


Der Mann klagte über Kopf- und Muskelschmerzen. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass sich in Texas eine Klinikmitarbeiterin offenbar bei der Behandlung eines Ebola-Patienten mit dem oft tödlichen Virus angesteckt hat. Ein zweiter Test habe die Infektion der Frau bestätigt, teilte die CDC mit.

US-Präsident Barack Obama hat eine rasche Aufklärung der Umstände gefordert. Die Gesundheitsbehörde CDC müsse transparent aufarbeiten, wie es trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen dazu kommen konnte, mahnte Obama laut einer Mitteilung des Weißen Hauses vom Sonntag. Laut CDC steckte sich die Frau ungeachtet ihrer Schutzkleidung und weiterer Sicherheitsmaßnahmen an. Es ist das erste Mal, dass Ebola in den USA übertragen wurde. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, hieß es vom Krankenhaus. CDC-Chef Tom Frieden zufolge enthält das Blut der Frau erst wenige Viren, daher sei die Hoffnung auf Genesung groß.

Ebola grassiert als Seuche in Westafrika und wurde von einem Liberianer nach Texas eingeschleppt. Die erkrankte Frau betreute den Mann, der am Mittwoch elf Tage nach seiner Einweisung in die Klinik gestorben war. Damit nimmt die Sorge zu, dass sich Ebola auch außerhalb der bisher betroffenen Länder ausbreiten könnte. Ein zugelassenes Medikament oder einen Impfstoff gibt es nicht.

Bisher sind der Weltgesundheitsbehörde zufolge mehr als 4.000 Menschen an Ebola gestorben, hauptsächlich in Liberia, Sierra Leone und Guinea. Insgesamt sind 8.399 Fälle bekannt, wobei die Dunkelziffer weit höher liegen dürfte.

Am Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital gibt es als Konsequenz der aus den USA bekannt gewordenen Ebola-Infektion eine Pflegerin ab sofort weitere Maßnahmen. Betten der Abteilung werden vorerst gesperrt, um zusätzliche Schulungen des Personals für die Isolierstation an der Abteilung durchzuführen.

Der Ebola-Ausbruch beschäftigt die EU zudem auch auf politischer Ebene. Gesundheitskommissar Tonio Borg und die italienische Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin haben die EU-Gesundheitsminister für Donnerstag zu einem Treffen nach Brüssel eingeladen. “Das Thema sind Kontrollen auf Flughäfen bzw. im Flugverkehr”, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Wien mit. Österreichs Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) wird an dem Meeting teilnehmen.

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