Ein Blatt, zwei Meisterwerke: Skizze von Michelangelo in Rom

Fast 500 Jahre ist es her, dass Michelangelo Buonarroti die biblische Erzählung der Opferung Isaaks in ein Kunstwerk verwandelte. Von Samstag an wird in den Kapitolinischen Museen in Rom erstmals eine Zeichnung gezeigt, die zum Entstehungsprozess des Werkes aus der Zeit um 1530 gehört.

Restauratoren hatten im vergangenen August auf der Rückseite des eigentlichen Werkes eine Skizze und damit eine weitere Arbeit des Renaissance-Künstlers entdeckt. Es sei eine “schöne Geschichte”, dass eine Zeichnung von Michelangelo wiedergefunden werde, die nie zuvor gesehen wurde, sagte Kulturminister Dario Franceschini am Freitag in Rom. Die Skizzen erzählten auf authentische Weise, was im Kopf des Künstlers vorgegangen sei, sagte der Superintendant der Museen, Claudio Parisi Presicce.

Bevor die Rückseite der Opferung Isaaks entdeckt wurde, war bereits hinter Michelangelos Kleopatra (um 1559) eine Skizze gefunden worden. Diese weicht deutlich von dem eigentlichen Werk ab: Die Kreidezeichnung zeigt mit ihren großen Augen und dem offenen Mund eine fast grotesk aussehende Figur. Beide “wiedergefundenen Meisterwerke” werden bis zum 7. Mai gezeigt.

(APA/dpa)

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