Ein Tag im Leben des Peter Pilz: “Machen’s das”

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Nach seinem Rücktritt bei den Grünen will Peter Pilz mit eigener Liste bei der Wahl antreten.
Nach seinem Rücktritt bei den Grünen will Peter Pilz mit eigener Liste bei der Wahl antreten. - © APA/HELMUT FOHRINGER
“Ja, ich will das machen.” Der Grüne Peter Pilz lässt derzeit keine Zweifel daran, dass es ihm mit seinen Plänen zur Gründung einer Liste für die Nationalratswahl ernst ist. Die grundsätzliche Entscheidung sei gefallen, die konkrete Umsetzung müsse in den nächsten Wochen freilich noch geklärt werden, erklärte Pilz in diversen Zeitungsinterviews. Er freue sich jedenfalls schon auf den Wahlkampf.

Das mögliche Potenzial seiner Bewegung schätzt Pilz, der es beim Bundeskongress der Grünen nicht mehr auf die Nationalratswahlliste seiner bisherigen Partei schaffte, auf bis zu 40 Prozent. “Nichtwähler, Protestwählerinnen – das sind die 40 Prozent der Wahlberechtigten, die Wahlen jenseits der Altparteien entscheiden können. In meiner alten Partei haben mir nicht viele geglaubt, dass wir sie ansprechen können. Jetzt sprechen sie mich an”, erklärte Pilz am Freitag auf Facebook.

Pilz erhält Zuspruch aus Bevölkerung

Dort gab Pilz, der im Wahlkampf eine linkspopulistische Mischung aus Bernie Sanders und Hans-Peter Martin mit rechten Einsprengseln gegen den politischen Islam geben könnte, Einblicke in sein bewegendes Leben und den Zuspruch, den der Eurofighter-Bekämpfer aus dem Volk erhält. Seien es die “Mistkübler” von der MA48, Anzugträger oder BMW-Fahrer, sie alle finden laut Pilz gut und toll, was Pilz macht und plant. “Ich hätte Sebastian Kurz gewählt. Aber jetzt wähl ich Sie”, “Machen’s das!” oder “Es geht. Sie wissen das. Gute Sache”, so die Botschaft der Menschen auf den Straßen an Pilz, der an diesem von ihm geschilderten Tag eigentlich im Plenum des Nationalrats sitzen sollte.

Pilz: “Seit Montag bewegt sich etwas”

“Immer wieder Gespräche, stimmt es, dass wir antreten, Österreich braucht was Neues, und immer wieder: viel Glück”, fasst Pilz die Reaktionen zusammen. “Seit Montag bewegt sich etwas, und es wird mehr. Die meisten der Menschen, die mich immer öfter ansprechen, kommen nicht aus unserem grünen Milieu. Mit diesen Menschen sind vielleicht die neuen Mehrheiten, die wir für eine neue Politik brauchen, möglich. Das ist meine Hoffnung und unsere Chance”, so Pilz, der 1986 erstmals für die Grünen ins Parlament einzog und dem demnächst eigentlich eine gut dotierte Politikerpension zustehen würde.

Parteikollegen als Mitstreiter

Auch mögliche Mitstreiter für sein Projekt nennt Pilz gegenüber Zeitungen. Mit seinen Parteikollegen Karl Öllinger, Wolfgang Zinggl, Bruno Rossmann und Gabriela Moser sei er schon zusammengesessen. Die vier Genannten, wie Pilz übrigens alle aus der Generation 60 plus, hatten entweder nicht mehr für die Grünen kandidiert, waren auf unsichere Listenplätze gekommen oder überhaupt bei der Listenwahl sang- und klanglos gescheitert.

(APA)

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