Einschränkung der Altersteilzeit: AK Salzburg kritisiert Regierungsbeschluss

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Eder kritisiert die Einschränkung der Bundesregierung.
Eder kritisiert die Einschränkung der Bundesregierung. - © APA/Gindl/Archiv
Die Altersteilzeit wird künftig eingeschränkt. Das wurde am Dienstag im Nationalrat beschlossen. Kritik daran kommt von der Arbeiterkammer Salzburg (AK): Dadurch würde die Altersarbeitslosigkeit steigen. Mehr als 2.000 Salzburger sollen davon betroffen sein.

Am Dienstag wurde im Nationalrat die „Verschärfung der Altersteilzeit“ beschlossen. Das heißt: Das Zugangsalter wird schrittweise ab 2019 bei Frauen von 53 auf 60 Jahre und bei Männern von 58 auf 60 Jahre erhöht – obwohl das Gesetz davor nicht durch die Begutachtung gegangen ist. „Die neue Bundesregierung hatte es anscheinend eilig, den Sparstift bei denjenigen anzusetzen, die Jahrzehnte lang hart gearbeitet haben“, kritisiert der Salzburger AK-Präsident Peter Eder in einer Aussendung. „Sie werden von der Regierung im Stich gelassen. Dieser Beschluss ist arbeitsmarktpolitisch kurzsichtig, unsozial und trifft eine Altersgruppe, die es ohnehin am Arbeitsmarkt schwer hat.“

Altersteilzeit: Knapp 2.200 Salzburger von Einschränkung betroffen

Die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der neuen Regierung hätten alle eines gemeinsam, heißt es in einer Aussendung der AK Salzburg: Sie brächten eine Verschlechterung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Binnen kürzester Zeit hätten ÖVP und FPÖ viele Instrumente zur Förderung der Beschäftigung Älterer gestrichen. Nach dem Aus der Aktion 20.000 und den Kürzungen im Förderbudget des AMS bei Älteren erschwert die türkis-blaue Regierung nun auch den Zugang zur Altersteilzeit. In Salzburg befinden sich laut AK 2.163 Menschen in Altersteilzeit (Stand: November 2017).

Darum sieht AK-Präsident Eder Altersarbeitslosigkeit ansteigen

„Jetzt droht wieder ein Anstieg der Altersarbeitslosigkeit“, glaubt der AK-Präsident. „Das ist verantwortungslos, wenn man bedenkt, dass sich seit 2008 die Zahl der arbeitslosen Personen in Salzburg, die älter als 50 Jahre sind von 2.509 auf 4.466 Personen mehr als verdoppelt hat (+128,2 Prozent).“

Bisher galt die Altersteilzeit für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Problemen als die einzige Möglichkeit, bis zur Pension weiterzuarbeiten. „In Zukunft werden die Betroffenen entweder ihren Job verlieren, die Stunden reduzieren (ohne einen finanziellen Ausgleich zu bekommen) oder sich bis zur endgültigen Invalidität abrackern müssen. Der Spar-Wahn der Regierung wird am Rücken älterer Beschäftigter ausgetragen“, so Peter Eder, der gleichzeitig befürchtet, dass die Altersarmut dadurch zunehmen wird.

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