Der Motor der Red Bulls stottert nach wie vor. - © Red Bull/GEPA
Weiterhin ohne die Verletzten Matthias Trattnig, Manuel Latusa und Johannes Bischofberger gerieten die Salzburger schnell ins Hintertreffen und lagen zur ersten Pause schon mit 0:3 zurück.
In einer bis dahin fairen Partie setzten die Wiener ihre Gäste ständig unter Druck und nutzten auch das einzige Powerplay im ersten Abschnitt zum Torerfolg (0:3). Auch nach der Pause hatte Salzburgs Goalie Alex Auld alle Hände voll zu tun und konnte in der 23. Minute auch den vierten Gegentreffer nicht verhindern.
Daraufhin nahm Salzburgs Head Coach Pierre Pagé Alex Auld vom Eis, brachte den jungen Slowenen Luka Gracnar, um drei Minuten später den erfahrenen Kanadier nach einer kurzen Verschnaufpause wieder zurückzubringen. Im weiteren Verlauf erarbeiteten sich die Red Bulls u.a. bei zwei Überzahlspielen einige Chancen, waren aber nicht gefährlich genug, um die Abwehr der Hausherren in Verlegenheit zu bringen bzw. den Torhüter der Vienna Capitals, Fabian Weinhandl, zu bezwingen.
So aber wollten die Salzburger nicht abtreten in Wien. Im Schlussdrittel bäumten sie ich gegen eine noch höher auszufallen drohende Niederlage und gaben in der 45. Minute ein Lebenszeichen von sich. Ryan Duncan traf nach schöner Einzelaktion ins Schwarze und fixierte den ersten Salzburger Treffer. Als Justin DiBenedetto zwei Minuten später im Powerplay auf 2:4 verkürzte, wurde es plötzlich wieder spannend. Fast wäre ihnen sogar der Anschlusstreffer geglückt, doch anstatt eines Tores wurde Steven Regier auf die Strafbank geschickt. Die Capitals nutzten dieses erste Unterzahlspiel der Red Bulls in diesem Drittel prompt und zogen wieder auf 5:2 davon.
Die Vienna Capitals ließen sich am Ende nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und brachten zwei sichere Punkte nach Hause. Die Red Bulls hingegen erlebten fast ein kleines Déjà-vu. Schon beim Auswärtsspiel in Linz vor zwei Wochen lagen sie 0:5 zurück und kamen noch auf 4:5 heran, verloren dann aber mit 6:4. Heute war es nicht ganz so knapp, aber neuerlich wurde ein Aufblitzen des Könnens bzw. die späte Offensive nicht belohnt.
Der Motor der Red Bulls stottert nach wie vor bzw. braucht einfach eine zu lange Aufwärmphase, um richtig ins Rollen nzu kommen, und am Ende fuhren die Red Bulls wieder ohne Punkte nach Hause. Nach dieser herben, wenn auch Auswärtsniederlage heißt es schnell regenerieren – sowohl in physischer als auch in mentaler Hinsicht. Der nächste Gegner heißt Ljubljana und kommt am Sonntag in die Salzburger Eisarena (Spielbeginn 17:30 Uhr).