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Elefantenmassaker in Kamerun

Ein seit Monaten anhaltendes Massaker an Elefanten beunruhigt Behörden und Tierschützer im Kamerun. In den vergangenen Monaten seien nach Schätzungen bereits 250 bis 300 Dickhäuter im Nationalpark Bouba N'Djida im Norden des Landes getötet worden, davon allein rund 150 im Jänner, berichtet die Tageszeitung "Cameroon Tribune".

Nach Informationen des Blattes steht eine Bande von etwa 50 Bewaffneten hinter den Angriffen auf die Tiere, die es auf das wertvolle Elfenbein der Stoßzähne abgesehen haben. Die Zahl der getöteten Tiere sei umso alarmierender, als die gesamte Elefantenpopulation in dem Park vor Beginn der Massaker auf lediglich 400 Tiere geschätzt wurde, schreibt das Blatt. Die laut "Cameroon Tribune" aus dem Sudan stammende Schmugglerbande soll vom Tschad aus operieren. Dort sollen die Männer erst kürzlich sechs tschadische Soldaten getötet haben, die ihnen in die Quere kamen.

Die Situation wird noch zusätzlich dadurch erschwert, dass die Schmuggler mit der örtlichen Bevölkerung im Nordkamerun kooperieren: Die Kadaver der Elefanten werden den dort lebenden Menschen zur Nutzung überlassen. Demnach seien in dem Gebiet um den Nationalpark kürzlich größere Mengen Elefantenfleisch zum Verkauf angeboten worden, berichtet "Cameroon Tribune". Die spanische Tageszeitung "El Pais" veröffentlichte zu dem Thema ein Foto, das einen toten Elefanten zeigt, dessen Rüssel abgehackt und dessen Vorderkopf entfernt wurde.

 

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